Das Schwert Michaels

- 36- Reinkarnation Die Evolution der menschlichen Rasse hat viele Stadien durchgemacht. Die Stufe, mit der wir uns jetzt beschäftigen, ist die des mechanischen Menschen. Newton war der Entdecker dieses Phänomens und war in seiner Zeit in der menschlichen Wissenschaft sehr engagiert. Er hat einen führenden Namen in der wissenschaftlichen Bewegung seiner Zeit und wollte das menschliche Wesen analysieren. Er schuf ein wissenschaftlich-analytisches Gedankengebäude auf der Basis menschlicher Logik. Heute sehen wir uns den Folgen gegenüber. • Wissenschaft ist Teil unserer Realität in dieser Welt und sollte mit Vorsicht behandelt werden. Wissenschaft verkehrt sich ins Teuflische, wenn die spirituelle Seite ignoriert wird! • Spirituelles Leben in menschlicher Interpretation, unterstützt durch alle möglichen Beweise oder sog. Wunder, hat wenig Bedeutung. Spiritualität sollte der Ausgangspunkt sein - und die URQUELLE, der SCHÖPFER des Gesamten, der Mittelpunkt . Wenn wir über das Leben reden, sollte uns klar sein, daß Leben viel mehr ist, als nur hier auf der Erde zu leben. Die Dimension des Lebens übersteigt unsere kühnsten Vorstellungen und sollte uns zu größ- ter Demut ermuntern. Demut ist hier nicht als Knechtschaft gemeint oder als Sanftmut einer äußeren Macht oder Institution gegenüber, aber wir sollten akzeptieren, daß die Denkmuster der Menschen begrenzt sind. Was im Programm unserer DNA steht können wir verstehen, doch das umfassende Begreifenkönnen was die Schöpfung ist, liegt über unserem Fassungsvermögen. Die Wissenschaftler in den Tagen Newtons waren meist in spirituellen Bewegungen vertreten, doch der Mensch war aus der Bahn geraten - und ist es heute noch immer. Der Mensch verwechselt spiritu- elle Erkenntnis, die vom Verstand geleitet wird, mit der Hingabe an GOTTES Gnade. Die letzte Erkenntnis steht total außerhalb unseres Begreifens und unserer Kontrolle. Sie kann sich nur ereignen, wenn die Zeit für das respektvolle Individuum da ist. "Verstandesdenken" oder "geistiges Denken" kann spirituell motiviert sein und doch sind auch diese Ideen dem Zeitgeist unterworfen. Durch die gedanklich kontrollierte spirituelle Entwicklung wurde die Ganzheit der Schöpfung allmäh- lich in Teilwahrheiten zergliedert . Jede dieser Teilwahrheiten ist für sich real, aber in den Zusammen- hang der Schöpfung gebracht sind sie unwahr . Die Wirkungen dieses Prozesses scheinen sich zu erschöpfen, trotzdem sind sie heute noch sehr verbreitet, und die Prinzipien, die ihre Paradigmen kennzeichnen, sind als tragende Prinzipien noch vorhanden. Wenn wir heute über Reinkarnation sprechen, sind unsere Erklärungen darüber auch von den Denk- mustern des Verstandes geleitet, die auf der Vorstellung beruhen, erkennbare Resultate hervorzubrin- gen. Die Reinkarnation ist eine Tatsache , ein unvermeidlicher neuer Durchlauf, wenn die Einheit von Körper und Seele im Geist in einem Leben nicht vollendet wird. Die Version, daß das Gesetz der Wiedergeburt Beweis ist für ein bestimmtes Verhalten im bestehenden Leben, wird von einigen spiri- tuellen Strömungen unterstützt. Dem ist jedoch sehr zu widersprechen. • Wiedergeburt bedeutet, daß wir auf der Grundlage der Gesamtheit unserer Erfahrungen aus allen Leben, die miteinander verbunden sind, wiedergeboren werden. Die Summe aller Erfahrungen macht das gegenwärtige Leben völlig neu und entbindet es von allen einzelnen Erfahrungen aus den verschiedenen Leben. Das neue Leben ist einmalig und wenn Einzel- heiten aus anderen Leben (wenn sie keine Täuschung sind) in dieses Leben projiziert werden, wird es aus der Balance geraten. Was geschieht beispielsweise bei einer "erzwungenen" Regression? Die betreffende Person unterwirft sich gewissen Bedingungen, in der persönliche Ziele und Gedankenmuster eine entscheidende Rolle spielen. Gedankenbilder der führenden oder begleitenden Person können zu einem bestimmten Erfah- rungsergebnis führen. Der "Patient" glaubt, er mache eine gewisse Rückblende durch, die aber tatsäch- lich durch seine eigenen Denkvorgänge oder durch die des Therapeuten hergestellt wurde. Eine oft

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