Das Schwert Michaels
- 75- Gurus wirken heute wie eine Karikatur und sind als menschliche Wundervollbringer überholt. Jedes Individuum kann sich direkt mit seinem SCHÖPFER verbinden und wird dabei entdecken, daß es Teil einer grenzenlosen und vielfältigen Schöpfung ist. Diese Möglichkeit gab es nicht in früheren Zeiten für alle Menschen, sondern war beschränkt auf Auserwählte und Gurus, die den übrigen halfen, auf den Stufen des Bewußtseins weiterzukommen. Wenn es heute allen Menschen durch Hingabe möglich ist, direkt zur URQUELLE zu gelangen, so können wir einander für eine kurze Weile dabei helfen. Das mag ein Anstoß oder ein Hinweis in die richtige Richtung sein, solange wir den freien Willen eines anderen Menschen dabei respektieren. Die "alten Zöpfe " müssen ab und so locker dies klingt, so schmerzvoll und unbegreiflich kann dieser Prozeß für viele Menschen sein. Wir leben in einer Zeit der Konfrontation: "Nicht mein Wille sondern Sein Wille geschehe" - eine Zeit der Verwandlung der Vergangenheit auf nicht-menschlichem Weg, eine universelle Transformation, wodurch das Alte unauflöslicher Teil des Neuen wird. Ein spiritueller Lehrer kann nur dann geduldet werden, wenn er auf die Verantwortung eines jeden Individuums hin- weist. Sich den spirituellen Begleitern von Mutter Erde in Seinem Namen zu übergeben, das ist die Aufgabe, die die Menschheit, als Teil der Schöpfung, hat. Für Menschen, die dies innerhalb der sichtbaren Welt von Mutter Erde erreicht haben, für die haben Leben und Tod eine andere, viel weitreichendere Bedeutung als für den durchschnittlichen Menschen. So können z. B. tibetische Lamas innerhalb einer bestimmten Bewußtseinsstufe ihre Reinkarnation bestimmen , um Menschen weiterzuhelfen, und sie können umgekehrt dieses Leben wieder verlassen. Für diese Art der Wiedergeburt benötigen sie ein außerordentlich starkes morphogenetisches Reso- nanzfeld , das sie durch ihren Namen von ihren Anhängern schaffen und erhalten lassen. Viele Gurus und sog. Meister haben ihre Namen vertont , um diese morphogenetischen Felder zu erzeugen. Meist benutzt ein Guru das Feld , das ihm in diese Welt verhalf. Ihr Erscheinungsort erfüllt die Erwartungen der abhängigen Anhänger und diese werden durch "witzige" Geschichten und Zaubereien in Faszina- tion versetzt, was das morphogenetische Feld weiter ausbaut und verstärkt. So laufen die suchenden Bewunderer hinter ihrem Guru her und denken, auf dem rechten Weg zu sein. Arme, irregeführte Menschheit, die glaubt, daß dadurch die alte Zeit in die neue Zeit transformiert werden könnte. In der Menschenwelt gibt es noch mehr solcher Beispiele: Politiker z. B. versprechen ihren Wählern den Himmel auf Erden, wenn sie sich bei der Wahl für dessen Namen entscheiden. Sind sie erst gewählt, beschäftigen sie sich eifrig mit ihren eigenen Interessen und wollen so lange wie möglich im Amt bleiben. Ihre Anhänger (und nicht nur sie) haben über die demokratische Gesetzgebung die Rechnung zu bezahlen, die das Ergebnis der politischen Taten ihrer gewählten Vertreter ist. Gurus, Meister der übersinnlichen Energie, haben viel Macht und ein großes Resonanzfeld zur Verfü- gung. Die QUELLE ihrer Kraft werden sie niemals benennen. Menschen dagegen, die für die planeta- re Hierarchie arbeiten, wissen ihre QUELLE immer zu bezeichnen. Wenn nicht, dann können sie auch nicht für die URQUELLE arbeiten, weil sie von ihrem freien Willen auf dem Planeten Erde daran gehindert werden. In dieser Hinsicht gibt es nichts Neues unter der Sonne. Fast alle bekannten spirituellen Bewegungen der Menschheitsgeschichte beruhten auf der Ausübung von Macht . Es ist ein immer wiederkehrendes Thema, daß einzelne Menschen spirituelles Wissen über Leben und Tod innehatten, es aber suchenden und fragenden Mitmenschen nicht preisgaben . Es gibt einen "Tunnel" zwischen Leben und Tod, eine ewig bestehende Spiralkraft , die den Selbsterwählten bekannt ist. Auch die Pharaonen und andere Herrschende wendeten dieses Prinzip an und viele Legenden und Mythen beziehen sich darauf. In der astralen Welt zieht Machtausübung Menschen sehr an und wird es auch weiterhin tun, in der unsicht- baren und auch in der sichtbaren Welt. Auf menschlicher Ebene befähigt es sie dazu, durchzusetzen was getan werden muß. Die Menschheit wird mit der Zeit selbst entdecken müssen, daß ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, wenn sie in diesem Sinne Menschen bewundern und ihnen nachfolgen. Es ist nicht zu leugnen, daß unsere Welt bis heute in dieser Magie gefangen ist, die längst vergangenen, sog. "atlantischen" Zeiten entspringt. Für diese Ära gibt es noch immer viel Faszination.
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