Die Vorbereitung der Seele auf den Übergang
- 12- Zuwendungen erhalten, so wäre es euch schlecht ergangen. Alles wiederholt sich und ist durchaus vergleichbar. Wie im kleinen, so im großen. Frage: In unserem Protokoll "Sterbezeitpunkt, Schutzpatron" heißt es: "Es beginnt schon sehr früh, daß jenseitige Seelen sich um eine irdische Seele bemühen, mit ihr in Kontakt treten und eine Verbindung herstellen, um sie innerlich, d. h. geistig und seelisch auf das vorzubereiten, was ansteht. Es ist ein Prozeß, der unterschiedlich verläuft, der aber davon gekennzeichnet ist, daß die jenseitigen Seelen schon im Vorfeld sehr bemüht sind, die heimkeh- rende irdische Seele ins Göttliche einzubetten, um ihr den Übergang in das Geistige Reich zu erleichtern und lichtvoll zu gestalten." Wird es dadurch erst möglich, daß ein Sterbender vorzeitige Einblicke in das Geistige Reich erhält, um dann so schnell wie möglich den Übergang zu bewältigen? EUPHENIUS: Es kommt darauf an, inwieweit eine Seele bereit ist, aus ihrem materiellen Körper heraus- zutreten. Der Grad der Verabschiedung ist sehr unterschiedlich. Viele Seelen besitzen einen krampfhaften Willen, an dem irdischen Leben zu haften und hier zu verbleiben. Häufig bedarf es dann einer längeren Zeit des Ablösungsprozesses aus diesem Bereich, verbunden mit vielen Schmerzen. Andere Seelen, die über die Existenz des Weiterlebens wissen , können sich viel einfacher und leichter von ihrem materiellen Körper und der mate- riellen Welt verabschieden. Der Ablöseprozeß ist nicht immer einfach. Viele Seelen leiden darunter, daß sie diese Welt verlassen müssen und verharren im Irdischen und folgen nicht den Seelen, die sie ins Licht geleiten wollen. Selbst vertraute Gesichter lehnen sie als Trug- und Scheinbilder ab. Sie können es nicht fassen, daß die Außenwelt sie nicht mehr wahr- nimmt. Sie verstehen nicht, daß sie ein Trugbild ihres eigenen Seins sind. Es braucht manchmal sehr lange, solche Seelen auf das vorzubereiten, was das wahre Leben beinhal- tet. Frage: In einem früheren Protokoll von uns heißt es: "Es gibt Seelen, die auf dem Krankenbett so weit vorbereitet sind, daß sich ihr geistiges Auge öffnet und sie eine Möglichkeit haben, ihnen bekannte Seelen und auch Lichtwesen zu sehen. Sie erhalten die Möglichkeit, in das Licht hineinzuschauen, durch den Dimensionstunnel hin- durchzugehen und sich teilweise sogar im Geistigen Reich aufzuhalten. Sie verlassen gelegent- lich ihren physischen Körper über die Silberschnur und haben so die Möglichkeit, schon im Vorfeld Einblick zu nehmen, was sich nach ihrem irdischen Tod vollzieht. Es ist eine Möglich- keit, die Seele in einen ruhigen Übergang zu geleiten, so daß es ihr leichter wird, sich von ihrem materiellen Körper zu verabschieden." Aber längst nicht alle Menschen können sich von dieser Welt schnell verabschieden und quälen sich über viele Wochen mit schweren Krankheiten herum. Warum ist das so? Wird dadurch nicht die Angst vor dem Tod gefördert? EUPHENIUS: Dieses muß man anders betrachten. Du betrachtest es von deiner Ebene aus, daß die Krankheit für viele Menschen eine zusätzliche Tortur für Körper und Seele ist. Dies ist aber nur zum Teil richtig. Daß eine Seele über einen längeren Zeitraum in einem kranken Körper verharren mußte, liegt daran, daß für sie der Übergang in das Geistige Reich noch nicht vorbereitet und geebnet ist. Häufig ist es so, daß viele Seelenmenschen verweilen, weil sie mitbekommen, daß ihre Angehörigen sehr leiden und diese sich schwertun , die Seele loszulassen und freizugeben. Seelen, die bereit sind, sehr schnell ihren materiellen Körper zu verlassen, haben schon im Vorfeld Einblicke in das Geistige Reich bekommen, um den Übergang zu erleichtern. Es sind Seelen, die Fürbitte leisten , auf daß der Prozeß des Sterbens sich sehr schnell vollziehen möge und die Seele freigelassen wird. Aber bedenkt, daß längst nicht alle menschlichen Seelen hier auf Erden über solch eine Erkennt- nis verfügen! Oft ist es so, daß Menschenseelen unwissend und fehlgeleitet sind. Diese benötigen sehr viele gedankliche Impulse, um sich aus dem materiellen Bereich zu verab- schieden. Sie benötigen sehr viel Fürsorge und LIEBE, damit sie erkennen, daß sie sich jetzt auf eine Reise begeben, um dort hinzugehen, wo der Ursprung allen Lebens ist. Für
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