Die Vorbereitung der Seele auf den Übergang
- 13- sie ist es schwer zu erkennen, daß es hier auf Erden nur eine kurze Etappe des Lebens war. Zeit ist Illusion und so ist es auch bei den Seelen, die innerlich verharren und hier auf Erden in ihrem irdischen Leben bleiben wollen. Frage: Auf die Frage, wie es käme, daß ältere Menschen an manchen Tagen geistig rege und lieb und an manchen Tagen bösartig, geistig abwesend, verwirrt und so gut wie nicht mehr ansprechbar sind, hieß es: "Dieses hängt damit zusammen, daß die Gehirnfunktionen, die Schaltzentralen, mal funktionie- ren und mal nicht. Es gibt bei euch Verwirrtheitszustände, die aufgrund von Verengungen im Gehirn und der mangelnden Durchblutung als dauerhafte Schädigung angesehen werden. Es gibt aber auch Störungen, die nur zeitweilig auftreten. Die Ursache ist der Verfall des menschli- chen Daseins." Kann man daraus schließen, daß dieses Verhalten mancher älterer Menschen mit der Vorbereitungszeit der Seele zu tun hat, die in das Geistige Reich wechseln wird? EUPHENIUS: Häufig ist es so, daß der menschliche Körper einfach dem Alterungsprozeß unterliegt. Der physische Körper kann nur eine gewisse Zeit für die Seele bereitstehen. Die Zellen und die biologische Uhr, die gesamten Funktionen der Organe und des Gehirns, die diese Impulse steuern, werden aufgrund von Ermüdung ausgesetzt. Eine Verwirrtheit oder eine zeitweise Blockierung ist kein Vorzeichen dafür, daß eine Menschenseele hinüberwechselt ins Geis- tige Reich. Frage: Wie wird die Art zu sterben von der betroffenen Seele gesehen, wenn sie z. B. an Alzhei- mer verstirbt? EUPHENIUS: Es ist so, daß die genetischen Bestandteile sich auflösen und der biologische Verfall sicht- bar gekennzeichnet wird. Es ist, als wenn das Herz aufhört zu schlagen oder das Herz anfängt Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Es ist ein Prozeß, der zum Teil langwierig aber auch kurz sein kann. Es hat mit der jeweiligen körperlichen Konstitution zu tun und mit dem, was die Seele sich vorgenommen hat. Vorgenommen in dem Fall, daß nicht immer vorauszusehen ist, an welcher Krankheit eine Seele stirbt. Der physische Körper sendet Signale, daß der Lebensprozeß hier auf Erden beendet ist. Frage: Wenn der Sterbezeitpunkt festliegt, muß dann nicht auch die Art des Todes festliegen? EUPHENIUS: Dies ist nicht immer mit dem ursprünglichen Sterbedatum gekoppelt. Es kommt auch darauf an, wie der Mensch hier auf Erden gelebt hat, inwieweit er seinen Körper gesund- gehalten und ihm Vitalität gegeben hat. Es kann durchaus sein, daß eine vorzeitige Krank- heit die Todesursache verursacht. Frage: Bekommt das menschliche Bewußtsein den Verfallprozeß des materiellen Körpers voll mit? EUPHENIUS: Das Bewußtsein und der Verstand registrieren diese Fehlsteuerungen des Körpers und bekommen diese Veränderungsprozesse bewußt mit. Frage: Möchte denn eine Seele nicht, daß ihr physischer Körper bis zum letzten Tag des irdischen Lebens gesund und geistig rege bleibt? EUPHENIUS: Das ist der Wunsch jeder Seele, daß ihr materieller Körper solange funktionstüchtig bleibt, ohne lange Krankheitsprozesse und Hinsiechungsabläufe. Dieses ist aber nicht vorherseh- bar und sichergestellt. Frage: Kann es zu inneren Konflikten zwischen der Seele und ihrer vorgegebenen Entwicklung kommen?
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