Die Vorbereitung der Seele auf den Übergang

- 14- EUPHENIUS: Die Seele, das erlebt ihr bei Krankheiten, wird sich immer an dem Leben hier im Irdischen festklammern. Dies ist abhängig von der seelischen Einstellung, dem Gottvertrauen und dem Glauben und ist gekoppelt mit dem göttlichen Funken und dem Sein, was für sie hier auf Erden noch wichtig ist. Viele Seelen klammern und versuchen, ihr Leben weiterhin aufrecht zu erhalten. Wie kommt es sonst, daß viele Menschen sehr viel Geld ausgeben, um das Leben zu verlängern oder sogar den Tod zu überwinden? Frage: Klammert die Seele oder klammert nicht vielmehr der Verstand und sein irdisches Bewußt- sein, die beide zur Erdinkarnation gehören? EUPHENIUS: Seelen unterliegen einer Kopplung zum Verstand, das war die Eingangsfrage, die wir mit- einander schon besprochen haben. Es ist eine Verbindung, in der die Seele den inneren Zwängen und den menschlichen Impulsen unterliegt. Ihr unterliegt hier anderen Bedingun- gen und anderen Regelungen, als die, die ihr eurer Seele selbst zumutet. Was mutet ihr eurer Seele zu, wenn ihr genau wißt , was das Göttliche von euch verlangt. Warum setzt ihr eure eigene Seele so vielen Qualen aus? Die Seele ist nur ein Bestandteil von vielen, die den irdischen Regelungen unterliegen. Der freie Wille ist das einzige Instrument, woran ihr euch halten könnt, um zu entscheiden, welchen Weg ihr geht. Frage: Demnach ist es der Verstand, der die Seele knebelt? EUPHENIUS: Die Waage hängt in vielen Bereichen. Es muß zu einem Einklang und zu einer Harmonie kommen, zwischen Verstand, Bewußtsein und Seele. Dieses hinkt häufig, bedingt dadurch, daß ihr euch ablenken laßt, von dem, was um euch herum passiert. Frage: Ich sollte nochmals wegen meines verstorbenen Vaters nachfragen. Könnt ihr mir heute etwas dazu sagen? LUKAS: Nein, derzeit noch nicht. Wir bitten dich, noch eine weitere Sitzung abzuwarten, weil dann das, was wir durchgeben können präziser und reichhaltiger ist, so daß du mehr Fragen stel- len kannst. Wir können dir derzeit sagen, daß dein Vater sehr liebevoll betreut wird. Er hat Schwierigkeiten mit der Anpassung. Das ist ganz normal nach solch einer zermürbenden Krankheit und den ständigen Gedanken der Angst. Frage: Wenn die Seele den materiellen Körper verlassen hat, wie geht es dann weiter? LUKAS: Das hängt von den Seelen ab. Es gibt Seelen, die gar nicht wissen , daß sie verstorben sind, welche die Existenz eines Geistigen Reiches nicht nur anzweifeln, sondern überhaupt keinen Gedanken an eine mögliche geistige Welt verschwendeten. Diese haben es äußerst schwer, sich in der geistigen Welt zurechtzufinden. Sie werden sich vorzugsweise in der Nähe ihrer Angehörigen aufhalten, ohne sich ihnen bemerkbar machen zu können. Es gibt nur einige wenige Menschen in ihrem Umfeld, die in der Lage sind, die feinen Signale auf- zunehmen. Dann gibt es diejenigen, die eine Welt in geistigen Bereichen für möglich hielten , aber die Meinung vertraten, daß es früh genug sei, sich damit zu beschäftigen, wenn der Tod an ihre Tür klopft. Daß sie damit völlig falsch liegen wird ihnen bewußt, wenn sie in der geistigen Welt sind. Bei all ihrer Unwissenheit wissen sie aber wenigstens, wo sie sich aufhalten und akzeptieren die sich ihnen nähernden Wesen aus unseren Bereichen und befolgen auch oft deren Anweisungen. Dann gibt es Menschenseelen, die sich zu Lebzeiten auf Erden mit dem Geistigen Reich be- schäftigten und nach Beweisen suchten. Beweise dafür, daß es ein Weiterleben gibt. Diese haben nicht nur tagsüber geistige Lehrer bei sich, sondern auch in der Nacht, weil diese Schulungen am wichtigsten sind. Für solche Menschenseelen ist der Übergang sehr schön und ein wunderbares Erlebnis, eine Symphonie in Licht und Farbe .

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