Reinkarnation und Karma

- 10 - EUPHENIUS: Die Grenzen, die ihr setzt, zieht ihr selbst . Es sind keine Gottesgrenzen! Ihr seid diejenigen, die entscheiden können, ob Grenzen eingehalten werden, ob sie verändert oder verschoben werden. Grenzen sind dafür da, daß sie fallen, um zu erkennen, was sich hinter diesen Grenzen befindet. Grenzen sind menschliche Gebilde, die nichts mit der Göttlichkeit zu tun haben. Einwand: Das kann ich so nicht akzeptieren, denn das Karma selbst zeigt doch Grenzen auf. Das Karma wurde mit dem Karmischen Rat abgesprochen und demnach wären es göttliche Grenzen. EUPHENIUS: Aber ihr habt hier eine Möglichkeit, diese Grenzen zu überspringen und dieses Karma als Grenze aufzulösen . Durch die Erkenntnis, daß dieses möglich ist, habt ihr alle Macht in der Hand, dieses zu vollziehen. Nur werdet ihr hin und her gerissen durch eure eigenen Gefüh- le und durch das Für und Wider. Durch die Dualität und durch euren freien Willen habt ihr euch in eurer Begrenztheit in gewissen Maßen selber eingeschränkt. Frage: Kann sich ungünstiges Karma auch über die Zeiten mehrerer Leben hin verzögern, bis sich vielleicht die richtige Konstellation der Umstände zu einer bestimmten Zeit ergibt? EUPHENIUS: Ein Karma ist nur ein Teil eines Ganzen. Wenn ein Mensch hier auf Erden das Ziel hat, sein Karma aufzulösen, dann ist es an der Zeit, hier, jetzt und heute zu versuchen, dieses Karma zu unterbrechen. Das ist das angestrebte Ziel der Seele. Bei nicht aufgelöstem Karma kann durchaus in einem anderen Leben nochmals versucht werden, es aufzulösen. Dieses bedeutet aber für die Seele eine verstärkte Anstrengung, da die Verstrickungen sich verändert und verstärkt haben. Frage: Wie sieht es aus bei karmischen Zusammenhängen mit anderen Menschen, wenn diese erst einmal geboren werden müssen, bevor das Karma aufgelöst werden kann? EUPHENIUS: Karmische Zusammenhänge zwischen Menschen - wenn es darum geht, dort Verstrickun- gen zu lösen - können natürlich nur dann aufgelöst werden, wenn auch diese Seelen hier auf diesem Planeten reinkarniert sind. Dies wird dann gegeben sein , wenn das dazu dient, dieses Karma zu lösen. Es ist dann nicht so, daß sich das über mehrere Leben hinweg hin- zieht. Frage: Auf weite Sicht gesehen, dürfte es eigentlich kein "böses" Karma geben, sondern nur günstiges, denn sein Zweck liegt doch in der geistigen Fortentwicklung. EUPHENIUS: Karma sollte man nicht als negative Prägung benutzen, sondern als Hilfestellung und als Chance. Dieses Wort " Karma " hat häufig einen bitteren Beigeschmack, hier bei euch auf dieser Erde. Dieses sollte nicht so sein, denn es ist eine Chance, in der Weiterentwicklung der Seele voranzuschreiten. Es ist die göttliche Chance, daß ihr die Schwachstellen in eurer Seele erkennt, um sie zu verändern. Ein Karma ist immer eine positive Energieschwingung, die von der Gottesschöpfung gespeist wird. Frage: Wenn man für sich selbst gutes Karma bildet, in dem man anderen einen Teil der Last abnimmt, sich bemüht, Unrecht wiedergutzumachen, ist damit die automatische Löschung von altem Karma gekoppelt? EUPHENIUS: Das kann durchaus damit verbunden sein, daß du dadurch Karma-Teile neutralisierst. Diese Energie wird dann gelöscht. Durch dein Verhalten zeigst du, daß du den göttlichen Anteil in dir wachsen läßt und für andere zeigst, nämlich genau diese göttlichen Gesetze einzuhal- ten, um ihnen ebenfalls eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. Frage: Egal, welcher Art das ungünstige Karma war?

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