Der Schöpfer

- 23 - Antwort: Das ist wahr. Was ihr aber zu bedenken habt, ist, daß die Menschheit ihrem Wachstum, ihrer Entwicklung unterworfen ist. Ständig erweitert sich deren geistiger Horizont. Lang- sam werden die Grenzen weiter gesteckt und entfernt. Die Erweiterung ihres Wissens bringt ein größeres Verstehen des Universums und dessen, was es enthält… In früheren Zeiten wußte der Mensch wenig über seine Umgebung und über das Wunder des Lebens. Er brachte alles mit den Tätigkeiten der "Götter" in Zusammenhang. Er konnte sich GOTT nur als ein herrliches, aber menschliches Wesen denken. So entstand der ursprüngliche Gedanke des Opfers: wenn der Donner grollte und der Blitz alles erhellte, nahmen sie an, daß die Götter ärgerlich seien. Sie meinten, der Zorn könne nur mit Geschenken abgewen- det werden. Langsam machten diese kindlichen Vorstellungen größeren Begriffen Platz. Der Mensch bemühte sich, das Licht zu finden. Er arbeitete sich durch die Dunkelheit des Unwissens und der Nebelschleier des Aberglaubens hindurch, um dann endlich zu erkennen, daß die Ursache, die GROSSE URSACHE, weit hinter seiner Einbildungskraft liegt… Aber althergebrachte Anschauungen sterben nicht so leicht aus, weshalb das Bild eines herrlichen, strahlenden Mannes, einer Person, die das Universum schuf, Jahrhunderte über- dauern konnte. Nun kommt die Menschheit endlich dahinter, daß der göttliche Architekt, der erhabene Beherrscher des Universums, weder ein Mann, weder eine Frau, noch über- haupt ein Wesen ist. • GOTT ist keine Person! Das Universum wird nur durch Seine Gesetze gelenkt, und diese Gesetze sind sowohl in ihrer Reichweite, als auch in ihren Anwendun- gen unendlich. Diese Gesetze, die nicht aus einem menschlichen Bewußtsein stammen, sind das Ergebnis der göttlichen LIEBE und WEISHEIT, vollkommen , unfehlbar und niemals dem Irrtum, noch einem Fehler unterworfen. • Das Leben ist Geist - und Geist ist das Leben. • Der Geist ist unendlich, ohne Anfang und ohne Ende. • Der Geist läßt sich in keinen Stoff pressen, er steht nur mit dem Stoff in Verbin- dung. Der Stoff ist nur eine schwache Reflexion des Geistes. Menschen, die in einer materiellen Welt leben, denken gezwungenermaßen, daß alles so abläuft, wie sie es mit ihren fünf Sinnen sehen , fühlen , schmecken , hören und riechen . Sie können den Inhalt allen Lebens, der außerhalb dieser Sinne liegt, nicht begreifen. Wer die- ser Begrenzung unterworfen ist, kann eben nicht verstehen, was dahinter liegt. Wir sagen, daß das Universum durch völlig natürliche Gesetze regiert wird, daß die INTELLIGENZ hinter diesen Gesetzen vollkommen ist. • Der Mensch kann aber diese absolute Vollkommenheit nicht verstehen , weil er selbst unvollkommen ist. Ebenso kann der Mensch, weil er eine Person ist , sich das Unpersönliche nicht vorstellen . Der in der Entwicklung noch rückständige Mensch kann nicht begreifen, daß es ein Be- wußtsein außerhalb seines Gehirns gibt. Er kann auch nicht begreifen, • daß GOTT ein KOSMISCHES UNIVERSALBEWUSSTSEIN ist, eine denkende INTELLIGENZ, die an keinen Körper gebunden ist.

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