Der Schöpfer
- 57 - Es ist eine entsetzliche Tragik, daß mein "verlorener Sohn" , mein größter Widersacher und Gegen- pol, mich fürchtet. Würde er mich lieben - so wie ich ihn liebe - so würde er keine Furcht zeigen, und alles wäre gut. Es ist eine noch größere Tragik, daß die Menschen dieser Erde seinem Beispiel gefolgt sind. Sie wissen, daß sie gegen alle meine Gebote und Gesetze handeln, und darum fürchten sie sich vor etwas Höherem. Würden sie mich mehr lieben und keine Furcht zeigen, so wäre alles gut. Aus allem sehe ich, daß meine Kinder mich verleugnen, weil sie meine Macht ahnen und fürchten. Eure Furcht vor der unfaßbaren Macht, die ich besitze, veranlaßt euch, in jeder Weise vor mir zu fliehen. Aber das ist ein sehr törichtes Verhalten, denn mir kann niemand entfliehen, auch wenn er sich einredet, daß ich nicht existiere. * * * Ihr wähnt euch im Besitz der Macht. Wer hat euch diese Macht gegeben? Wer aber hat euch gesagt, daß ihr diese Macht mißbrauchen sollt? Jeder Mensch auf diesem Stern ahnt, daß jede Macht aus meinen Händen kommt. Ich habe die größte Macht im unendlichen All, doch ist mir nie der Einfall gekommen, diese Macht für das Böse zu verwenden. Soll ich euch aber die Macht nehmen? Ich nehme nichts zurück, was ich einmal gegeben habe. Aber ich rate euch dringend, die Macht für etwas Gutes zu verwenden. Die Macht ist an meine Gesetze gebunden und meine Gesetze sind unveränderlich! Flieht vor mir, doch vor meinen Gesetzen könnt ihr nicht ausweichen, sie sind im ganzen All wirksam. * * * Es gibt auf der Erde Menschen, die von mir nichts wissen wollen und sie versuchen, ihr Leben und ihr Dasein selbst zu meistern. Das ist ein guter und positiver Vorsatz, den ich unbedingt gutheiße. Doch leider muß ich mit ansehen, daß sich diese Menschen etwas zu viel zugemutet haben, denn sie werden mit ihrem Dasein allein nicht fertig. Wenn ich ihnen alle Sorgen abnehme, so daß sie wissen, wer ihnen hilft, so werden sie noch unselbständiger werden und sich nur noch auf den "lieben Gott" verlassen. Wo würde das hinführen? Ich bin der Meinung, daß man nicht eingreifen soll, wenn man nicht um diese Hilfe gebeten wird. Doch wenn ich diese Hilfe leiste, so wird niemand wissen, wer sie tat, denn man soll das Selbstbe- wußtsein niemals untergraben. Der Mensch soll sich seiner positiven Erfolge stets erfreuen und nicht in dem Glauben sein, er hätte nichts dazu getan. Schimpft auf mich, so viel ihr wollt, doch bringt euch nicht gegenseitig um, denn das ist nicht Unfähigkeit und töricht, nein, das ist eine furchtbare Selbstverstümmelung eurer eigenen Seele, die ich nur sehr schwer heilen kann. Ich nehme lieber eure Schmähungen in Kauf, als daß ihr euch selbst etwas Böses antut. Hört auf meine Botschafter, sie sind ermächtigt und sagen euch alles. * * * Wenn sich junge Menschen in der Entwicklung befinden, so kommen sie in die Jahre, wo sie ein sehr flegelhaftes Benehmen zeigen. Seltsamerweise geschieht das meistens vor ihrer Mündigkeit. Im Großen gesehen ist diese Erdenmenschheit auch noch nicht mündig, denn ihre Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen. Aber viele Erdenkinder kommen sich sehr erwachsen vor. Ganz auffallend zeigt diese Erdenmenschheit hier auch ein sehr flegelhaftes Benehmen, auch jene Führer, denen die Menschheit anvertraut ist. Junge Menschen achten auf ihre Vorbilder, auf ihre Eltern und Erzieher, die ihnen leider keine guten Beispiele geben. Auf welche Vorbilder soll nun der erwachsene Mensch achten, um sich danach ausrichten zu können? Auch erwachsene Menschen können unreif sein. Ich sandte euch ein Vorbild, das den erwachsenen Menschen ein gutes Beispiel sein sollte. Christus war wirklich mündig, so daß er es eigentlich nicht mehr notwendig hatte, um seiner Entwicklung willen auf diese Erde zu kommen und hier zu leben und zu leiden. Er war meine Stimme!
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