Der Schöpfer
- 59 - Nun richte ich an euch die Frage, die euch der von mir gegebene Verstand beantworten kann: Warum zweifelt ihr daran, daß ich einen Lebensbereich geschaffen haben kann, in dem es Wesen gibt, die nichts mit euren organischen Sinnen zu tun haben? So wie ihr die Erde erforscht, wie ihr das Wasser erforscht, wie ihr die Luft erforscht, wie ihr das Weltall erforschen wollt, so steht es euch völlig frei, auch den Lebensbereich zu erforschen, den ich geschaffen habe, um euch ein Dasein zu bieten, wenn ihr keinen irdischen Organismus zur Verfügung habt. * * * Selbst wenn ihr euren irdischen Lebensbereich mutwillig zerstören solltet, so ändert sich damit nichts an eurem Leben. Dieses Leben ist eine Bewußtseinskraft, die euch ewig alles zur Erinnerung bringt, was ihr je erfaßt, durchdacht oder gesprochen habt. Ich allein nur kann diese Erinnerung auslöschen, aber ich tue es nicht, denn sie ist das Evangelium eurer eigenen Rechtfertigung. Nur das Plädoyer eurer eigenen Rechtfertigung mit eurem Gewissen kann mich beeindrucken, doch niemals die Ent- schuldigung, daß ihr von einem Lebensbereich jenseits meiner irdischen Schöpfung nichts gewußt habt. Diese Tore der Selbstunterrichtung stehen sowohl den Analphabeten als auch den Preisträgern der Wissenschaften offen. Doch unbegründeter Zweifel hält euch von dieser Möglichkeit fern. * * * Es gibt einige Menschen, die mir Vertrauen schenken. Sie sagen in allen schwierigen Situationen: "Ich verlasse mich ganz auf Gott." Wie aber steht es wirklich mit diesem Vertrauen, wie ich es sehe? Erstens sollt ihr euch möglichst auf euch selbst verlassen. Zweitens sollt ihr euch gegenseitig helfen, wenn ihr es allein nicht schafft. Drittens sollt ihr euch die richtigen Führer eurer Stadt oder eures Landes wählen, die euch ebenfalls helfen sollen. Viertens sollt ihr euch nicht ganz auf mich verlassen, sondern nur zu eurer Hilfe, denn ihr sollt auch das eurige dazu tun. Wie aber sind eure Worte wirklich gemeint? Ich verstehe nicht nur den Sinn eurer Worte, sondern auch, wie sie gemeint sind. In den meisten Fällen meint ihr, ich sei so allmächtig, daß ich eure Feinde zu euren Füßen lege. Eure Feinde sind aber auch meine Kinder! Ich soll in euren Augen die Armen reich und die Reichen arm machen. Ich soll die Machthaber stürzen und die Schwachen auf den Thron setzen. Ich soll die Kanonen gegen den Feind richten, und euch siegreich in reiche Länder führen. Ich könnte euch endlos aufzählen, was ich alles soll, für jene, die da sagen: "Ich vertraue ganz auf Gott." Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Ich rühre nicht einen Finger, weder um euch so zu helfen, noch um euch zu strafen oder zu vernichten. Ich habe das ganze Universum und sein Leben geschaffen. Die böse Schöpfung war nicht meine Absicht, wohl aber meine mißbrauchte Kraft. Aber ich habe alles so gesetzlich geregelt, daß kein Unrecht geschieht, das ihr nicht selbst verschuldet. In allen Fällen stehen euch die geistigen Helfer bei. * * * Die Gebete auf dieser Erde nehmen zu. Der Ernst eurer Lage wird euch immer mehr bewußt. Es gibt Kinder dieser Welt, die über mich spotten und jetzt beten. Viele von euch verlangen von mir eine Soforthilfe. Viele verlangen eine irdische Katastrophe. Eure Gebete sind sehr verschieden in ihren Forderungen, die ich erfüllen soll. So viel ihr aber auch betet, ihr habt nicht den richtigen Ton, noch die richtigen Worte und auch nicht das Vertrauen. Eine Menschheit betet, weil sie sich selbst an den Abgrund gebracht hat und nun in eine endlose, aussichtslose Tiefe hineinschaut. Ihr erwartet jetzt eine überirdische Hilfe, weil ihr kein Vertrauen mehr zu irgendeiner anderen Hilfe habt. Ich aber frage euch: Wo ist das Vertrauen zu mir und zu meiner Hilfe? Ich antworte auf eure Gedanken: Dieses Vertrauen fehlt! Eine Hoffnung ist noch längst kein Vertrauen. Ich bin ohnmächtig innerhalb meiner Ordnung und Gesetze. Ich kann euch nicht so helfen, wenn ihr mir nicht das ganze Vertrauen schenkt, das ich zu eurer Hilfe dringend benötige.
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