Der Tod setzt keine Grenze
- 44 - Der Tod ist ein Naturgesetz. Solche gewaltigen Naturgesetze dürfen nicht verletzt werden, auch nicht in einem Krieg. Jede Diskussion ist überflüssig , wenn es sich um das Töten von Menschenhand handelt. • Auch die Todesstrafe ist naturwidrig, sie darf nicht sein! Aber ein Schwerverbrecher sollte selbstverständlich von der übrigen Menschheit isoliert werden. Doch selten wird sich ein Verbrecher ändern, auch wenn ihn der Gefängnispfar- rer noch so häufig besucht. Sie gelten in den meisten Fällen doch nur als "Quatschköpfe". GOTT ist das Leben und nicht der Tod, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Wenn ein Mensch sterben muß, so tritt das dafür zuständige Naturgesetz in Kraft. Man braucht die- se Gesetze nicht herbeizurufen, sie kommen von selbst. Der Mensch ist in der Lage, einen Sterbenden zu narkotisieren . Das ist Euthanasie, gegen die nichts einzuwenden ist. Doch gegen das Sterben der Millionen auf den Schlachtfeldern, die skrupellos hingemordet werden, wäre das Töten eines Todkranken eine Barmherzigkeit. Doch das ist unmöglich, weil der Mensch zum Verbrechen neigt , wenn es um Gewinn oder Ruhm geht. Frage: Was sagt die geistige Welt zu den irdischen Todesurteilen? ARGUN: Gefährlich ist der Buchstabe des Gesetzes. Gefährlich ist auch die Unwissenheit der Richter und Geschworenen. Sie wissen nichts von den Gesetzen einer anderen Welt und Daseinsform. Darum bemühen wir uns trotz gewaltiger Schwierigkeiten, euer Wissen und euer Gewissen zu bereichern. Doch verschiedene Wissenschaftler und andere Akademi- ker können nicht ertragen , daß ein noch höheres Wissen über ein Medium zu euch kommt. Frage: Wenn seelischer Schmerz nötig und wichtig für die Entwicklung ist, warum betont ihr dann so nachdrücklich, daß alles getan werden muß, um diesen Schmerz zu lindern? Antwort: Ich tue das wohl, aber ich bin nicht einfältig genug, um anzusehen, daß ihr eine Welt habt, in der es kein Leid irgendwelcher Art gibt. Das Leben hängt mit den Signalen des Schmerzes eng zusammen. Ich weiß, das Leben ist unendlich und individuell. Um nun alle Stufen des Vorrückens erreichen zu können, müßt ihr euch ständig entfalten und dies bedeutet, daß ihr das, was noch nicht vollkommen ist , nach und nach zur Vollkommenheit bringen müßt - und das wird ein sehr schmerzlicher Prozeß sein. Zur gleichen Zeit möch- te ich aber sagen, daß ich sehr viel völlig unnötiges Leid erkenne, das ihr selbst verschuldet habt. Das Leid, das ihr euch selbst oder gegenseitig zufügt, ist meistens durch Unwissenheit, Eigensinn, Unglauben, Dummheit, durch Vorurteil oder Aberglauben ent- standen. Dieses unnötige Leid gehört nicht zur Entwicklung und muß abgeschafft werden. Jeder Mensch hat die hohe Aufgabe, sich dem LICHT zuzuwenden - und es gibt auch ein geistiges LICHT. Frage: Sollten Ärzte einen alten, gebrechlichen Menschen oder einen aussichtslosen Kranken künstlich am Leben erhalten, obgleich sie wissen, daß er nur noch Tage zu leben hat? ARGUN: Wir lehnen es ab , denn diesen Menschen werden doch nur Schmerzen zugefügt. Rettung gibt es in diesen Fällen nicht mehr, doch ihr Sterben wird erschwert . Frage: Ihr sagtet uns einmal, daß die Ärzte einen Sterbenden schmerzfrei machen sollten. Kannst du uns erklären, was das zu bedeuten hatte? AREDOS: Wenn ein Mensch mit großen Schmerzen stirbt, so leidet er auch noch ziemlich lange an diesen Schmerzen weiter, auch wenn er "tot" ist . Erst ganz allmählich klingen die Schmerzen ab. Darum ist es in allen Fällen besser, wenn man den Sterbenden schmerzfrei macht, dann bleibt ihm diese Nachwirkung erspart.
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