Der Tod setzt keine Grenze

- 56 - Frage: Es gibt Jenseitige, die von einem Nebelland berichten, durch das sie hindurch müssen, um in das Sommerland zu kommen. Inzwischen ist das Nebelland in der Geisteswissenschaft bereits zu einem festen Begriff geworden. Kannst du uns sagen, was dieses Nebelland ist? ARGUN: Ein wirklicher Nebel ist gar nicht vorhanden. Die Seelen glauben nur , es sei ein Nebel. Ein jeder sieht ihn anders. Es ist eine Zwangsvorstellung. Diese treibt die Seelen aller- dings vorwärts, sie spornt an, aus dieser Situation herauszukommen. Es gibt Leute, die glauben zwar an die Existenz des Geistigen Reiches, aber sie haben dennoch Angst vor dem Prozeß des Sterbens. Die Angst davor ist unbegründet! Der Tod wird fast von allen Menschen in einem falschen Licht gesehen. Der Übergang in das andere Leben ist natürlich von der geistigen Entwicklung abhängig. Doch auf alle Fälle erfolgt beim Hinübergehen ein Tiefschlaf, der unterschiedlich lang ist. Hierauf erfolgt ein ganz normales Erwachen , das nichts Abschreckendes an sich hat. Doch der Mensch muß wissen, welchen Weg er zu gehen hat. Darum ist es schon von großem Vorteil, wenn er den guten Weg schon im Erdenleben eingeschlagen hat, denn dann ist er meilenweit voraus. Ebenso ist es auch bei den Reinkarnationen. Auch dabei gibt es einen Tiefschlaf der Seele und ein ganz normales Erwachen in der Materie. Frage: Kommt es vor, daß es Menschen gibt, die nicht begreifen können, daß sie bereits gestor- ben sind und nun in der Astralwelt bzw. im erdnahen Bereich leben? Antwort: Ja, das stimmt. Es sind zumeist jene Menschen, die sich schon auf Erden stets den Tatsachen gegenüber verschlossen haben. Es sind Menschen, die immer auf ihrem Eigen- sinn bestanden haben, die immer ihr Recht selbst gezimmert haben. Eine der größten Aufgaben besteht darin, diejenigen, die eure Welt verlassen haben, aber die es nicht glau- ben wollen, davon zu überzeugen, daß sie nicht mehr auf der Erde sind. Die einen sind sehr halsstarrig, andere weniger, wieder andere sind sehr empfänglich. Die Gesamtheit der Menschen befindet sich nicht auf einer gleichen Erkenntnisstufe. Die Annäherung an eine Seele muß also notwendigerweise ganz auf sie abgestimmt sein. • Wenn ein Mensch auf Erden stirbt, so kommt er nicht gleich in einen "Himmel". Er verbleibt noch eine ziemlich lange Zeit auf der Erde , das heißt mitten unter euch. Menschen, die sehr stark an ihrem Besitz und Erwerb gehangen haben, können nicht begreifen, daß sie darauf keinen Einfluß mehr haben. Sie bemühen sich krampfhaft, sich bemerkbar zu machen und leiden darunter, daß sie es nicht können. Frage: Ist das ein Zustand, den man als "Hölle" bezeichnen könnte? AREDOS: Ja, auch dieser Zustand gehört zu den sog. Höllenqualen. Aber die wirkliche Hölle ist eine Stätte mit vielen Sphären . Diese Stätte zu beschreiben will ich Dir und euch ersparen, denn man würde das alles für krankhafte Phantasie halten, ja, für die krankhafteste, die es überhaupt gibt. Aber ich warne euch vor dieser Wirklichkeit - euch alle! Der Aufenthalt dort übersteigt alles, was es an Angst und Entsetzen je auf dieser Erde gegeben hat. Aber es ist keine ewige Verdammnis , wie es die Kirche hinstellt. Auch hier gibt es die Mög- lichkeit zu entkommen, aber es dauert enorme Zeiten. Diese niedrigen Sphären beherbergen leider allzuoft jene Menschen, die auf Erden eine glanzvolle Rolle gespielt haben. Gerade die Führer der Menschheit sinken in diesen Schlamm, weil sie kein Erken- nen der objektiven Wahrheit hatten und nur in engen Maßstäben gedacht haben. Frage: Welchen Eindruck hat eine gute Seele zuerst, wenn sie in das Geistige Reich kommt? ARGUN: Sofern es sich um eine Entkörperung handelt, die ihr den "Tod" nennt, so erwacht die Seele auf einer großen Wiese . Es ist nichts weiter zu sehen als ein herrliches Blau, und

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