Der Tod setzt keine Grenze
- 65 - alle Menschen von GOTT und daher Brüder und Schwestern sind. Die einzig mögliche Trennung geschieht durch die Sphären, welche Stufen der geistigen Entwicklung sind. Frage: Könnte es nicht möglich sein, daß in einem solchen Falle der ins Geistige Reich gegange- ne Ehepartner eine Eifersucht verspürt, die ihn erdgebunden hält? ARGUN: Im positiven Reich GOTTES gibt es keine Eifersucht! Wenn eine Seele Eifersucht zeigen und empfinden sollte, so fällt sie selbstverständlich und wird von dem Grund der Eifer- sucht getrennt. Wenn aber die geistige Verbundenheit positiv ist, so bleibt sie immer bestehen. Frage: Besteht die auf Erden geschlossene Ehe im Jenseits weiter und gibt es einen Unterschied zwischen standesamtlichen- und kirchlichen Eheschließungen? ARGUN: Auf Erden geschlossene Ehen haben im Jenseits nur Gültigkeit, wenn sie auf Erden wirkliche Ehen waren, d. h., daß sich die Eheleute wirklich im geistigen Sinne LIEBTEN und sich einander Stütze waren. Die kirchlichen Ehen haben nur die Bedeutung, daß sie bei der Eheschließung GOTTES Segen erbitten. Doch wenn sie sich nicht nach den Gesetzen GOTTES bzw. der LIEBE richten, bleibt der Segen aus. Frage: Wie beurteilt das Geistige Reich des HERRN die sogenannten "Wilden Ehen"? ARGUN: Diese Menschen bzw. Seelen leben in ehelicher Gemeinschaft auch im Jenseits weiter, denn hier gilt nur die platonische LIEBE. Eine gesetzliche Form hat die Ehe nur auf Erden. Im Jenseits gilt nur die LIEBE, die sich gegenseitig ergänzt . Frage: Wenn sich das Aussehen eines lieben Abgeschiedenen unter Umständen schnell ändert, wie soll es da einst ein freudiges Wiedersehen und Wiedererkennen geben? AREDOS: Es stimmt, daß sich der Heimgegangene ändert. Er wird zunehmend jünger . Aber der Geist hat die Möglichkeit, seine Gestalt zu beherrschen , er kann sich willkürlich verän- dern. Wenn er also von einem Liebenden erkannt werden will, so nimmt er selbstverständlich das Aussehen an, daß er erkannt wird. Liebende kommen aufgrund eines Naturgesetzes zusammen. Es ist wie ein Magnet. Frage: Es gibt Menschen, die ein gefestigtes Wissen über das Weiterleben nach dem Tode haben. Trotzdem sind sie in Sorge, ob sie jemals nach ihrem Ableben ihre Lieben im Jenseits einmal wiedersehen werden. Wie ist das wirklich? AREDOS: Das Jenseits ist in Stufen, d. h. in Sphären, eingeteilt. Jeder Mensch kommt in seine Stufe, die er nicht verlassen kann , es sei denn, daß er sich geistig verändert und für eine andere Stufe reif wird. Ein höherentwickelter Mensch kann jedoch von seiner Sphäre aus in eine tiefere hinabsteigen , aber er kann nicht in eine höhere Stufe eindringen. Folglich kann ein Jenseitiger tiefere Sphären aufsuchen, um dort als Gast zu verweilen. Es kann zum Beispiel sein, daß ein Verwandter in einer tieferen Sphäre ist. Dann kann er Besuch von einer höher entwickelten Seele bekommen. Aber das ist auch von der Größe der LIEBE abhängig. Liebende treffen sich immer wieder. Frage: Kann ein Liebender in einer tieferen Sphäre verbleiben , wenn er bei seinem Freund oder bei seiner Freundin bleiben will? AREDOS: Wenn ein höherer Geist in eine tiefere Sphäre geht, wird er meistens als ein Feind angesehen. Diese neidischen Anfeindungen sind der Grund, warum er die niederen Sphä- ren lieber wieder verläßt . Wenn du einen lieben Freund hast, der Dir in der Materie alles bedeutete und er geht in das Reich GOTTES mit der Vorbereitung und Bereitwilligkeit und Du selbst hast den Wunsch, wieder mit ihm zusammensein zu können, so wirst Du
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