Die Bibel

- 100 - Über die Entschuldigung (Durchgabe aus dem Jahre 1973) Wohlan, der Mensch hat zum Beispiel Unrecht getan, und er gerät in eine Schuld. Natürlich muß die Schuld getilgt, das heißt, gesühnt werden, wenn sie einem nicht weiter anhaften soll. Folglich hat der Mensch die Pflicht , sich bei dem zu entschuldigen, dem er Unrecht getan hat. Aber leider ist die Entschuldigung meistens ein Streitapfel , denn der Mensch will mit seiner Entschuldigung nicht zugeben , daß er im Unrecht ist. Also verzichtet er auf eine Entschuldigung, und läuft lieber mit dem Unrecht oder mit der Sünde umher. Er ist eigensinnig, uneinsichtig und stur. Ihr könnt euch aber nicht vorstellen, wie ernst ein solcher Fall ist, und welche furchtbaren Folgen er haben kann. Es können im großen Ausmaß erbitterte Kriege hervorgehen, wie sie noch heute bei euch an der Tagesordnung sind. Man sagt: "Ich will nicht mein Prestige verlieren." Als Gott , der Große Planer , die Welten schuf, hatte Er einen tüchtigen und hochintelligenten Mitar- beiter , nämlich Seinen stärksten Engel zur Seite. Aber dann geschah ein Unrecht. Dieser Engel wurde eigensinnig und richtete sich gegen den Große Planer . Das war das erste Zerwürfnis zwischen Gott und dem Teufel . Nun hätte der Engel sein Unrecht einsehen müssen. Er tat es auch, aber leider war er zu eigensinnig, dieses Unrecht zuzugeben . Er entschuldigte sich nicht , sondern sagte Gott den Kampf an. Da Gott darauf nicht reagierte, steigerte der gefallene Engel seine Kampf-absichten und versetzte sich schließlich in Haß. Der Haß nahm zu, weil er sich nicht entschuldigen wollte , denn er fühlte sich im Recht. Ihr seht heute: Von einem einzigen Wort "Entschuldigung" hing die ganze Existenz des Universums ab. Noch ist der Kampf nicht beendet, er hat entsetzliche Ausmaße angenommen . Ich will euch nur darauf hinweisen, wie schwer die Folgen sind oder sein können, wenn der Eigensinn eine Entschuldi- gung nicht zuläßt . Wenn jemand ein Unrecht in Worten oder in Taten begangen hat, so muß er sich entschuldigen, wenn er den Frieden und die Harmonie liebt . Wenn er sich nicht entschuldigt, sagt er damit einen Krieg an. Doch wer den Krieg will , bestätigt damit, daß er von neuem ein Unrecht begehen will. Christus lehrte daher: "Liebet eure Feinde." Er wollte nicht , daß man zu den Feinden besonders gut sein sollte; aber er meinte damit, daß der Mensch einsichtig sein sollte. Wer aber aus Eigensinn in seinem Unrecht verbleiben will , macht sich automatisch zum Feind, ja darüber hinaus auch zu seinem eigenen Feind! Leider hat der Mensch, besonders wenn er ungeläutert und primitiv ist, die Neigung, alles Negative zu kopieren; er macht dem Teufel alles nach , weil er es irrtümlich für "modern" oder richtig hält. Damit entfernt er sich immer weiter von Gott und wundert sich hernach, daß kein Gott da ist, der ihm hilft. Er denkt nicht darüber nach, daß er selbst es war , der sich von Gott getrennt hat und immer weiter von Ihm weggegangen ist. Ihr wißt aus Erfahrung, daß der Frieden sofort hergestellt ist , wenn jemand den Mut aufbringt, sich ehrlich zu entschuldigen, denn der Beleidigte ist zum Verzeihen bereit, wenn er sieht, daß der Sünder zur Entschuldigung bereit ist. Eigentlich ist es kein Mut, der dazu gehört, sondern vielmehr die Vernunft . Aber wer eigensinnig ist, verliert seine Objektivität und somit auch seine Logik und die Vernunft. Die Superlative dieser Sünde seht ihr auf der ganzen Erde.

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