Die Bibel
- 101 - Adam wo bist du? (Durchgabe aus dem Jahre 1961) Seit allen Zeiten lieben es die Menschen, sich in Gleichnissen und Symbolen verständlich zu machen. Viele dieser Erzählungen wurden aber für wahre Begebenheiten gehalten . So sind auch in der Bibel sehr viele Beispiele gegeben, die ihr nicht als tatsächliches Geschehen nehmen dürft. An einer dieser symbolischen Stellen heißt es: Gott rief nach Adam , aber er versteckte sich, weil er nackt war. Ich will euch heute die wahre Bedeutung dieses Gleichnisses erklären, denn es ist für euch sehr wichtig, die Wahrheit darüber zu wissen: Wenn der Mensch ohne die wirkliche Wahrheit über Gott und Sein Reich dahinlebt, so ist er geistig "nackt". Diese Nacktheit ist aber erschreckend für alle anderen Seelen, denn jener Bedauernswerte ist nicht durch das Licht Gottes erleuchtet. Er ist ein Wanderer in den Sphären der Finsternis. Jedoch die Liebe Gottes läßt keinen Menschen in absoluter Unwissenheit! • An jede Seele tritt einmal die Wahrheit heran, und diese Seele bzw. der Mensch, kann sich entscheiden , ob er den Weg zu Gott gehen will oder nicht. Das ist im Jenseits so, wie auch schon im Diesseits. Gott ruft den Menschen, aber der Adam versteckt sich und gibt keine Antwort. Nun werdet ihr die Frage stellen, ob Gott den Adam tatsächlich beim Namen ruft, ohne eine einzige Ausnahme: • In dem Augenblick, da die göttlichen Worte gesprochen , geschrieben oder gedruckt zu einem Menschen gelangen, wird er beim Namen gerufen. Aber die meisten Menschen möchten nichts von diesen Worten hören oder sehen. Sie lehnen es ab und haben nur ein spöttisches Lächeln übrig dafür. Sie gehen jenen Worten aus dem Wege oder hören überhaupt nicht hin - auch dann nicht, wenn sie technisch verstärkt mit übermenschlicher Lautstärke verkündet werden. Jeder Mensch und jede Seele heißt mit ihrem geistigen Namen Adam oder Eva. Wer aber nicht auf diese Worte achtet, der versteckt sich vor ihnen, er weicht ihnen aus, das heißt, er versteckt sich vor Gott , er weicht Ihm aus, er ignoriert IHN. Das ist der wirkliche Sinn der biblischen Symbolik. Es gibt Priester, die so verblendet sind, daß sie die Neuoffenbarungen Gottes nicht einmal anfassen wollen , wenn sie auf Papier zu ihnen kommen, obwohl sie nicht eine einzige Zeile des Inhalts kennen. Auch sie werden von Gott gerufen, der ihnen die Wahrheit sagen will. Aber sie zucken bei diesen Worten zusammen, sie sperren ihre Ohren zu und verharren steif in ihrem Eigensinn. Der Adam in ihnen fürchtet sich vor dem Herrn - und das aus gutem Grund, denn er tröstet sich mit dem wahnsin- nigen Gedanken, daß Gott ihn nicht erkennt, wenn er sich völlig abseits und neutral verhält. In der Bibel heißt es aber noch: Das Weib, das du mir zugeteilt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Der Adam im Menschen hat sich bis auf den heutigen Tag in dieser Hinsicht nicht geändert: Er schiebt alle Schuld immer auf die anderen. So geschieht es auch mit den göttlichen Belehrungen , denn er lehnt sie ab und sagt zu seiner Entschul- digung für diese Ignoranz: "Die anderen sind ja auch nicht besser, sie machen es genau so wie ich. Ich mache es nur so, wie jene es bereits vor mir gemacht haben. Lieber Gott, wenn du mir zürnst, so mache keinen Fehler, sondern zürne erst den anderen, die vor mir gesündigt haben und von dir nichts wissen wollten. Ich bin zur Bestrafung noch nicht dran." - So geht das aber nicht!
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