Die Bibel

- 11 - Die Bahá’í haben keine Priester. Sie verwalten ihre örtlichen Gemeinden durch gewählte Körperschaf- ten, die "Geistigen Räte", deren neun Mitglieder jährlich in geheimer Wahl ohne Kandidatur von allen Bahá’í gewählt werden. Einige der wichtigsten Zielpunkte sind: • Der Mensch muß seine Probleme und die der Gesellschaft durch Beratung lösen, nicht durch Streit und Zerstörung. Gewalt anzuwenden, ist den Bahá’í verboten. • Eine Welthilfssprache soll in allen Schulen gelehrt werden, damit alle Menschen sich besser verständigen können. • Vorurteile aller Art - wie gegen Rasse, Herkunft, Glaube oder Nation - müssen abgelegt wer- den. Jeder soll nicht nur für sich und die Seinen sorgen, sondern das Wohl der gesamten Menschheit im Auge haben. • Jeder Mensch soll Wissen erwerben und einen Beruf lernen. Arbeit, im Geiste des Dienens getan, ist Gottesdienst . • Jeder Mensch muß die Wahrheit selbständig suchen und darf nicht blind irgendeinem Glauben folgen. Religion und Wissenschaft müssen in Einklang stehen. • Drogen und berauschende Mittel sind strikt zu meiden. Sie zerstören die Persönlichkeit und belasten die Gesellschaft. • Mann und Frau haben gleiche Rechte, aber verschiedene Aufgaben. Keuschheit und Treue sind unabdingbare Voraussetzungen für glückliche Familien und eine Gesellschaft, die eine Kultur schaffen kann. In der Bahá’í-Lehre heißt es unter anderem: " ...Die Propheten und Boten Gottes wurden zu dem einzigen Zweck herabgesandt, die Menschheit auf den geraden Pfad der Wahrheit zu führen. Ihre Offenbarung hat den Zweck, alle Menschen zu erziehen. Das Licht , das diese Seelen ausstrahlen, bewirkt den Fortschritt der Welt und den Auf- stieg ihrer Völker." "...Das Wesen des Glaubens ist, wenig Worte zu machen und eine Fülle von Taten aufzuweisen. Wisse fürwahr, daß für den, der mehr redet als er tut, der Tod besser ist als sein Leben." "... Laßt jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohl- lebens und des Reichtums. Habt acht, daß eure Worte rein sind von eitlem Wahn und weltlichen Lüsten und eure Taten von List und Argwohn. Vergeudet nicht den Reichtum eures kostbaren Lebens im Verfolgen böser, verderbter Neigung, noch laßt eure Mühe völlig in der Förderung eu- rer eigenen Interessen aufgehen. Seid großzügig in Tagen der Fülle und geduldig in der Stunde des Verlustes. Auf Not kommt Erfolg, und Jubel folgt dem Wehe. Nehmt Euch in acht vor Faulheit und Müßiggang, haltet euch an das, was der Menschheit, ob jung oder alt, hoch oder niedrig, Nut- zen bringt. Alle Menschen wurden erschaffen, eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen." "... Es rühmt sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger." "... Mühe dich bis an die Grenzen deiner Kräfte, weise und beredt dem Wort der Wahrheit Geltung zu verschaffen und die Falschheit vom Antlitz der Erde zu bannen." "... Zu allen Zeiten und in jeder Lebenslage brauchen die Menschen jemanden, der sie ermahnt, führt, lehrt und erzieht. Deshalb sendet Er Seine Boten , Seine Propheten und Erwählten, auf daß sie das Volk mit der göttlichen Absicht vertraut machen, die der Offenbarung von Büchern und der Berufung von Boten zugrunde liegt, und jedermann sich bewußt werde, was in jeder menschlichen Seele als Treugut Gottes verborgen ruht."

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3