Die Bibel
- 110 - das Wissen. Bei der hohen Verantwortung, die ihr hiermit übernommen habt, entscheidet nicht selbst , sondern fragt uns! Das Neue Testament ist zuverlässiger als das Alte Testament. Das Neue Testament ist trotz seiner veralteten Sprache ein guter Wegweiser für den Menschen. Doch das Alte Testament, wo es um Wunder geht, ist unzuverlässig . Man sollte dabei nicht vergessen, mit welchen Augen und mit welcher Unwissenheit diese "Wunder" damals erschaut und beurteilt wurden. Eine Neubearbeitung der Bibel ist schon lange fällig, sonst verlieren die Kirchen ihre Anhänger . Aber das Alte Testament sollte man dabei ganz weglassen . Hier besteht ein Widerspruch zum Neuen Testament. Einwand: Die Kirchenreligionen behaupten aber, daß die Bibel das zuverlässigste Buch der Welt sei. AREDOS: Die Bibel in allen Ehren, aber von einer Zuverlässigkeit kann überhaupt nicht die Rede sein. Dieses Buch ist zwar aufgrund von Beobachtungen entstanden, aber jene Menschen, die es geschrieben haben, kannten die Wahrheit nicht, weil sie für die Wahrheit viel zu dumm waren, um sie zu begreifen oder zu vermuten. Der Inhalt der Bibel kann sehr viel Unheil anrichten. Das ist die Wahrheit! So zum Beispiel: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." Frage: An der heutigen Kriegführung erkennen wir, daß diese Bibelworte "Auge um Auge, Zahn um Zahn" immer noch eine große Bedeutung haben. AREDOS: Diese Worte stammen nicht aus dem positiven Geistigen Reich ! Es sind eher die Worte der damaligen Priester, die sich mit anderen Stämmen herumgeschlagen haben. Wenn diese Bibelworte einen göttlichen Sinn hätten , dann gäbe es keinen lebendigen Menschen mehr auf dieser Erde. Gott straft niemals durch Vergeltung, denn das ist keine Liebe , son- dern schrecklicher Haß. Wenn man die Bibel säubern wollte, so würde leider nicht viel davon übrig bleiben. Christus war ein Botschafter des Geistigen Reiches ; er sagte darum: "Liebet eure Feinde." Aber auch diese Worte werden nicht richtig verstanden. Es heißt nämlich, daß die Feinde nicht mißhandelt werden sollen , wenn man sie besiegt hat. Auch der Feind hat ein Ehrgefühl. Frage: Wie soll man Feinde lieben, die einem nach dem Leben trachten und alles zerstören? ELIAS: Derartige Stellen in der Bibel zerstören selbstverständlich den Gesamtglauben an Gott . Das ist zu widerspruchsvoll . Ihr werdet die Kirchen nicht verbessern können. Doch man sollte die Besiegten nicht hinterher quälen und ausnutzen, zumal die Völker selbst nicht immer Schuld haben, sondern ihre Führer . Wenn schon Feinde da sind, so soll man sie nicht durch Haß herausfordern, sondern tatsächlich etwas mehr Verständnis und Liebe zeigen. Das trifft auch in einer Ehe zu. Frage: (1970) Warum wird die Katholische Kirche nicht durch den allgemeinen Kampf um die Erneuerung der Welt aufgerüttelt? ELIAS: Der Katholischen Kirche geht es nicht um eine Erneuerung oder Anpassung an die heutige Entwicklung, sondern hauptsächlich um die Erhaltung der Tradition und des damit verbundenen Pompes . Die Heilige Schrift ist für sie unantastbar, also tabu. Frage: Das ist unglaublich, da die Bibel tatsächlich Fehler enthält, die nichts mit göttlichen Wundern zu tun haben. Da ist zum Beispiel die Stelle im Text, wo Elias einen Toten erweckt. Er kniet über dem Toten und haucht ihm neues Leben ein. Er tut das, indem er seinen Mund auf die Lippen des "Toten" preßt. Und der "Tote" erwacht zu neuem Leben. Laut Bibel ein göttliches Wunder. Was sagt ihr dazu?
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