Die Bibel

- 132 - denkt, werdet ihr erschrecken, denn ihr werdet in eurem Gedächtnis kaum einen Menschen finden, der diese Voraussetzung für die Religion erfüllt. Nun werden einige von euch sagen, daß es keinen rechten Sinn habe, wenn man sich um die Lehren der Glaubensrichtungen kümmert. So ist das nicht zu beurteilen! Die Lehren, auf die es tatsächlich ankommt , können euch so weit schulen, daß ihr durch besseres Denken und vieles Wissen langsam zu einer harmonischen Einstellung mit der gesamten Menschheit kommt. Der Weg geht nämlich über einen einzigen Mitmenschen, dann zu einer Gruppe und schließlich in weiten Kreisen bis zur gewalti- gen Menschheit. • Es gibt eine Menschheit im Universum, die in der Religion , also in der Rückverbindung mit Gott , so weit entwickelt ist, daß die Harmonie über ihren Heimatstern weit hinaus reicht , ja, sogar die Erde umfaßt, obgleich die Erdenmenschheit noch sehr feindlich und geistig rück- ständig ist. Ihr werdet jetzt auch ein wenig verstehen, daß es keine Philosophie gibt, die euch aus dieser Sache helfen kann. Ebenso gibt es auch keine politische Weltanschauung, die geeignet wäre, den Akt der Religion zu vollziehen. Ebenso kann kein priesterlicher Segen ein solches "Wunder" vollziehen und bewirken. Eine Rückverbindung mit Gott kann auch niemals in einer Gemeinschaft stattfinden, sie ist eine ganz persönliche Angelegenheit eines Menschen, ohne jedes äußerliche Getue, ohne Geltungsbe- dürfnis, ohne materielle Absichten. Der Kommunismus hat zwar viele positive Seiten, aber hinsichtlich der Rückverbindung, der Aussöh- nung mit Gott , ist er geradezu verwerflich . • Wer jedoch versagt , wer auf diesem Läuterungsweg der Erde nicht vorwärts kommt, der kommt immer wieder auf diesen Planeten zurück. Er kommt aus der Kette der Reinkarnatio- nen nicht eher heraus, bis er ein wirkliches Bindeglied der menschlichen Gemeinschaft geworden ist. Wer aber seine Mitmenschen liebt - und das ist das Wichtigste! - der hütet sich in jeder Weise, einem anderen Menschen einen Schaden zuzufügen . Im Gegenteil - er hilft ihm , so gut er kann. Die vielen entsetzlichen Kriege und die entsetzlichen Vorbereitungen zu diesen zeigen deutlich, wie weit die Erdenmenschheit von einer Religion entfernt ist, obgleich es Tausende von Kirchen und Tempeln gibt. • Ein Mensch kann noch so gottgläubig sein, wenn er bei seinem Nächsten versagt , so nützt ihm die ganze Gottgläubigkeit nichts mehr. • Die Harmonie zur Menschheit schließt aber keineswegs das richtige Verhältnis zur Natur aus. Gott ist zugleich die Natur. Wer die Natur achtet und liebt, der liebt und achtet auch Gott ! Leider gibt es Wissenschaftler, welche glauben, daß sie bereits Gott "vertreten können". Das ist Hochmut und Irrtum zugleich. Hier (im Arbeitskreis) wird euch jedenfalls ein gangbarer Weg gewiesen, wie ihr zu einem gesunden Verhältnis mit euren Mitmenschen kommen könnt, denn nur auf diesem Wege findet ihr zu eurem Schöpfer wieder zurück. • Die Liebe zu Gott zeigt ihr am besten in der Liebe zur gesamten Menschheit.

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