Die Bibel

- 135 - Betrachtungen zum Christentum (Durchgabe aus dem Jahre 1966) Wohlan, die Christenheit feiert den Geburtstag des Messias . Die Heilige Schrift bezeichnet ihn als Gottessohn . Seit vielen Jahrhunderten hat sich an dieser Auffassung nichts geändert. Heute will ich euch sagen, was wirklich daran ist. Ich nehme an, daß die Zeit endlich da ist, um eine unverfälschte Heilsbotschaft zu verkünden. Im Plane Gottes steht nicht nur ein technischer Fortschritt, sondern auch eine geistige Erleuchtung und Erneuerung. Jesus Christus , der Messias , das heißt, der Erlöser, war kein Gott , kein Schöpfer und nicht die Ursache allen Seins . Er war jedoch ein menschlicher Stellvertreter Gottes , Sein Sprecher und autorisierter Lehrer im Plane Gottes. Er wurde als Erdenmensch inkarniert und hatte alle Eigenschaften des Menschen, allerdings im positiven Sinne. 59 Seine Erlösungsmission besteht in der Verkündung der ewigen Wahrheit, das heißt, der menschlichen Unsterblichkeit im ganzen Universum. Erlösung bedeutet ein gottgefälliges Leben in den geistigen Bereichen , Harmonie und Zufriedenheit, sowie eine unvorstellbare Freiheit. Nun ist etwas Furchtbares passiert, das zu schweren Folgen innerhalb der gesamten Theologie geführt hat: Die Bibel bzw. das Neue Testament, hat den Messias als einen Gottessohn herausgestellt. Gewiß, er kann sich als Sohn Gottes bezeichnen. Aber es gibt noch einige andere positive Lehrer und Für- sprecher , die das gleiche Recht für sich in Anspruch nehmen können. Aber das Christentum hat unter der Bezeichnung " Gottessohn " etwas anderes verstanden, nämlich eine absolute Gottähnlichkeit . Das hat dazu geführt, daß der Schöpfer und wirkliche Gott in der menschlichen Vorstellungskraft ver- menschlicht worden ist. Man weiß aus biologischer Erfahrung, daß der Sohn dem Vater ähnlich ist. Wenn also der Sohn Gottes ein Mensch war , der wie ein Mensch auf Erden wandelte und wie ein Mensch starb, so kann Gott nicht anders aussehen, nicht anders reagieren und nicht anders denken. An diesem Punkt entsteht eine ungeheure Blasphemie , die noch keinem Theologen zum Bewußtsein gekommen ist! Die Folgen sind, daß Gott so tief herabgewürdigt worden ist, daß Ihm ein überflüssiger und theatralischer Kult entge- gengebracht worden ist und entgegengebracht wird - aber niemals das ihm zustehende, ehrenvolle Verständnis und keinesfalls die gebührende Achtung. Zwischen Gott und Gottessohn besteht ein ungeheurer Unterschied , den kein Erdenmensch mit seiner heutigen Entwicklung begreifen kann. Wenn die Erdenmenschheit überhaupt jemals einen Gott akzeptieren soll, so wie Er wirklich ist , so muß dieser unsinnige Vergleich aufhören. • Jeder Mann ist ein Sohn Gottes , und jedes Weib ist eine Tochter Gottes , und jene, die positiv im Plane Gottes wirken, sind es erst recht. Jesus Christus war - geistig gesehen - eine hochentwickelte Seele . In seiner Inkarnation war er nicht mehr als jeder andere Mensch, aber ausgestattet mit hohem Wissen und bedeutenden geistigen Fähig- keiten . Er war hellhörig und stand mit den hohen Intelligenzen der göttlichen Sphären in ständiger Verbindung. In keiner Weise kann Jesus Christus mit Gott verglichen werden. In diesem Sinne war er kein Gottes- sohn , sondern Seine menschliche Schöpfung und allen biologischen Gesetzen unterworfen. • Gebt Gott die wirkliche Ehre und stellt Ihn euch nicht als eine menschliche Gestalt vor. 59 1. Timotheus 2. 5: "Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus." 1. Korinther 1. 30: "Von ihm (Gott) kommt auch ihr her in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung."

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