Die Bibel

- 137 - Worte an das Christentum (Durchgabe aus dem Jahre 1968) Wohlan, ihr habt euren Glauben, doch was ist in Wirklichkeit ein Glaube? Der Glaube ist das Vertrau- en auf die Existenz Gottes. Doch dieses Vertrauen darf kein blindes Vertrauen sein, wie eure Kirchen es von euch fordern. Hätte das blinde Vertrauen eine Berechtigung gehabt, so hätte der Vater Seinen Sohn nicht auf diese Erde zu senden brauchen. • Christus sollte den Glauben durch die Erfahrung beweisen und festigen, denn nur die Gewißheit kann den Menschen befriedigen. - Das Christentum wird durch die Kirchen zum Glauben verpflichtet . Gottes Offenbarungen sind jedoch in Fragmenten überliefert und tausendmal verändert worden. Aus diesem Grunde fehlt den meisten Menschen das Vertrauen zu den Offenbarungen , weil sie keine persönliche Selbsterfahrung darstellen. Fast jeder Mensch soll sich nur auf die Aussagen jener Menschen verlassen, welche eine persönliche Selbsterfahrung in dieser Beziehung gemacht haben und darüber berichten. Diese Menschen bezeichnet man heute als medial . Wer gibt diesen medialen Menschen aber das Prädikat: "Echtes Medium"? Viele namhafte Wissenschaftler bezeichnen diese Menschen als anormal , hysterisch oder geistesge- stört . Es gibt umfangreiche Fachbücher über diesen Zustand. Und wer sie liest, der glaubt nicht mehr an Gott und Sein Reich . Trotzdem ist die Selbsterfahrung, die persönliche Selbsterfahrung jedem lebenden Menschen möglich, weil er seine Sinne dazu hat. Die Wahrnehmung der Schöpfung allein würde nicht genügen , weil sie nicht durch die Seele begriffen werden kann. Der Mensch begreift aber nichts mit seinen Sinnen, sondern nur mit dem Verstand, der aber eine Funktion der Seele ist. Mithin müßte sich jede Streitig- keit zwischen Wissenschaft und Theologie erübrigen. Wenn Gott oder einer Seiner Boten der Mensch- heit etwas zu sagen hat, so tut er das nicht nur in einer begrenzten Zeit, um dann Jahrtausende zu schweigen. Jedem Menschen ist die Möglichkeit der Verständigung mit Gott naturgemäß gegeben , doch er macht keinen sinnvollen Gebrauch davon . Sofern einige Menschen diese Verbindung wünschen und sie versuchen, so benehmen sie sich zum größten Teil derartig anormal, daß sie spielend leicht zu Mario- netten böser Geister werden, die gerade den Selbsterfahrungsglauben mit allen Mitteln zerstören wollen. Jede Verbindung mit den Offenbarungsmöglichkeiten Gottes ist kein Grund dafür, sich als "auserwähltes Werkzeug" Gottes zu betrachten - oder als "ein Liebling" der Engelswelt gelten zu wollen. Diese Schwärmerei und Selbstüberschätzung führt augenblicklich in die Regionen der Lüge und Rache. • Jede persönliche Selbsterfahrung mit den Botschaften Gottes ist nur in Bescheidenheit mög- lich, weil jedes Geltungsbedürfnis unbedingt im Neid endet. Die dazu erforderliche Schwin- gungsebene heißt Harmonie und Liebe . Wer sich aber aufgrund der falschen christlichen Dogmen bereits als erlöst betrachtet , der lasse lieber den Wunsch nach persönlicher Selbsterfahrung fallen, denn er kann mit dieser Kirchenlüge nicht einen Schritt weiter kommen. Aus diesem Grund ist es kaum einem Priester je möglich gewesen, einen Anschluß an die Lichtboten Gottes auf spirituellem Wege herzustellen. Sie alle wurden durch das Negative genarrt. Diese Selbsterfahrung der Priester hat jedoch zur völligen Ablehnung der Offenba- rungsmöglichkeiten Gottes geführt. Die guten Medien von heute müssen ihre Religion selbst erarbei- ten und rechtfertigen.

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