Die Bibel
- 24 - 1. Korinther 10 16. 21-22: Den Gruß schreibe ich, Paulus, eigenhändig. Wer den Herrn nicht liebt, sei verflucht! Jakobus 11 3. 6-10: Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt von Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt . Denn jede Art von Tieren, auf dem Land und in der Luft, was am Boden kriecht und was im Meer schwimmt, läßt sich zähmen und ist vom Menschen auch gezähmt worden, doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, dieses ruhelose Übel voll von tödlichem Gift. Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind. Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein. * * * 3. Mose (Levitikus) 12. 1, 2,+5: Der Herr sprach zu Mose: Sage den Israeliten: Wenn eine Frau niederkommt und einen Knaben gebiert, ist sie sieben Tage unrein , wie sie in der Zeit ihrer Regel unrein ist. Wenn sie ein Mädchen gebiert, ist sie zwei Wochen unrein wie während ihrer Regel. Sechsundsechzig Tage soll sie wegen ihrer Reini- gungsblutung zu Hause bleiben. Apostelgeschichte 12 10. 28: Da sagte er (Petrus) zu ihnen: Ihr wißt, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, mit einem Nichtjuden zu verkehren oder sein Haus zu betreten; mir aber hat Gott gezeigt, daß man keinen Menschen unheilig oder unrein nennen darf. * * * 10 Der erste Brief an die Korinther: Nach Ausweis der Apostelgeschichte kam Paulus auf der zweiten Missionsreise im Jahr 50 oder 51 n. Chr. nach Korinth. Die dortige Christengemeinde ist von ihm gegründet. Nach seinem Wegzug blieb er mit der Gemeinde in persönlicher Verbindung. Paulus hat den 1. Korintherbrief zwischen 53 und 55 n. Chr. in Ephesus geschrie- ben. Den Anlaß bildeten Fragen, die in der jungen Christengemeinde aufgetreten waren. Der Apostel erhielt davon Kenntnis durch die Leute der Chloë und durch eine schriftliche Anfrage, die ihm wahrscheinlich von einer Abordnung der Gemeinde überbracht wurde. Die Leute der Chloë berichteten von Spaltungen, die das Weiterbestehen der Gemeinde gefährdeten. Der 1. Korintherbrief gibt Einblick in das Leben und in die Probleme einer jungen heiden- christlichen Gemeinde. 11 Der Brief des Jakobus: Der Verfasser dieses Briefs ist nach der Anschrift Jakobus, der "Knecht Gottes und Jesu Christi, des Herrn". Damit kann nicht der Apostel Jakobus, der Sohn des Zebedäus, oder der andere Apostel Jakobus, der Sohn des Alphäus gemeint sein, da in der Anschrift der Aposteltitel fehlt. Mit dem Verfasser, den die Anschrift nennt, ist offen- sichtlich Jakobus, der Bruder des Herrn , gemeint (Jakobus, "der Kleine") Er gehörte nach der Auferstehung Jesu zum Kern der Urgemeinde in Jerusalem. Nach dem Weggang des Petrus wurde Jakobus, der gesetzestreue und angesehene Juden- christ, Leiter dieser Gemeinde. Er erlitt im Jahr 62 n. Chr . den Märtyrertod. Als Empfänger sind "die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung leben", genannt. Damit können die judenchristlichen Gemeinden in Palästina und anderen Ländern gemeint sein. Doch könnte der Ausdruck "die zwölf Stämme" auch eine symbolische Bezeichnung der ganzen Christenheit sein, die in dieser Welt wie in der Zerstreuung lebt. Vom Inhalt des Briefs sind zu nennen die Mahnungen zum Ausharren in Prüfungen, zum Gebet, die Warnung vor Lehrstreitigkeiten, vor einer Weisheit, die nicht von Gott kommt. 12 Die Apostelgeschichte: Das Buch trägt in den griechischen Textausgaben seit dem 2. Jahrhundert den Titel "Taten der Apostel". Es wird in ihm jedoch hauptsächlich von der Tätigkeit der Apostel Petrus und Johannes und von dem missionari- schen Wirken des Paulus erzählt, darüber hinaus noch vor allem von Stephanus, Philippus, Barnabas und Jakobus. Als Verfasser gilt der altkirchlichen Tradition Lukas, dem auch das dritte Evangelium zugeschrieben wird (entstanden zwischen 80 und 90 n. Chr. ), das er sein "erstes Buch" nennt. Der unmittelbare Anlaß zur Abfassung des Werkes ist unbekannt. Breiten Raum in der Schilderung nehmen die "Missionsreisen" ein. Die Apostelgeschichte ist deshalb keine "Geschichte der Urkirche", sondern eine "Missionschronik. Woher Lukas sein Wissen über das von ihm Erzählte hat ist unbekannt. Es be- steht jedoch kein Zweifel, daß er auf Überlieferungen zurückgreifen konnte; deren Umfang und Inhalt sind aber nur schwer zu bestimmen.
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