Die Bibel
- 25 - Die bisherige Gegenüberstellung zeigt deutlich, daß wir uns auf dem richtigen Wege befinden. Die bisherigen Bibelstellen sind noch relativ harmlos. Weitaus schlimmer kommt es, wenn es um Menschenleben geht: 3. Mose (Levitikus) 20. 10: Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tode bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin. Johannes 8. 5 +7, 9-11: (Jesus und die Ehebrecherin. Die Fragesteller sind Schriftge- lehrte und Pharisäer) Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er (Jesus) sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr. * * * Hebräer 13 10. 28 und 31: Wer das Gesetz Mose verwirft, muß ohne Erbarmen auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben . Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. 1. Johannes 4. 16b: Gott ist Liebe , und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. * * * 5. Mose (Deuteronomium) 20. 4: Denn der Herr, euer Gott, zieht mit euch, um für euch gegen eure Feinde zu kämpfen und euch zu retten. Matthäus 5. 9: (Bergpredigt) Selig, die Frieden stiften , denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. * * * 13 Der Brief an die Hebräer: In den ältesten Handschriften trägt der Brief die Überschrift "An die Hebräer", das heißt an Judenchristen. Eine Verfasserangabe fehlt, ebenso die Angabe der Adressaten. Da das Schreiben paulinischen Einfluß aufweist, wurde früher vermutet, es stamme, wenn nicht von Paulus selbst, von einem Mitarbeiter des Paulus, etwa von Barnabas oder von Apollos. Dies läßt sich jedoch nicht nachweisen. Das Schreiben bietet Einblick in den Reichtum christli- chen Denkens und Lebens am Ende des ersten christlichen Jahrhunderts. Von besonderem Gewicht ist die Mahnung, Jesus Christus auch in Widrigkeiten unbedingt treu zu bleiben. Der Brief ist am frühesten in Rom durch den 1. Klemensbrief, abgefaßt um 97 n. Chr., bezeugt; die Notiz "Es grüßen euch die Brüder aus Italien" verweist ebenfalls eher auf Rom als auf Kleinasien als Entstehungsort. Zeit der Abfassung etwa die Jahre 85-95 n. Chr.
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