Die Bibel

- 29 - Dagegen stehen im Brief des Petrus die Worte: 1. Petrus 18 5. 8: Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Wider- stand in der Kraft des Glaubens! Wißt, daß eure Brüder in der ganzen Welt die gleichen Leiden ertragen müssen! Der Gott aller Gnade aber, der euch in der Gemeinschaft mit Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müßt, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen. Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen. * * * 5. Mose (Deuteronomium) 30. 7: Alle diese Verwünschungen aber wird der Herr, dein Gott, über deine Feinde und Gegner verhängen, die dich verfolgt haben. Matthäus 5. 43-44: (Christusworte) Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. * * * 3. Mose (Levitikus) 24. 16: Wer den Namen des Herrn schmäht, wird mit dem Tode bestraft ; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen . Der Fremde muß ebenso wie der Ein- heimische getötet werden, wenn er den Gottesnamen schmäht. 5. Mose (Deuteronomium) 5. 17: Du sollst nicht morden! Matthäus 19. 18: Jesus antwortete: Du sollst nicht töten! Markus 19 10. 19: Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten! Lukas 18. 20: Du sollst nicht töten! Römer 20 13. 9: Du sollst nicht töten! Jakobus 2. 11: Du sollst nicht töten! 18 Die Briefe des Petrus: Der Verfasser dieser Briefe ist der Apostel Petrus. Er spricht zu den Ältesten der Gemeinde als "Mit-Ältester" und "Zeuge der Leiden Christi". Er schreibt aus Babylon, womit nur Rom gemeint sein kann, durch den Bruder Silvanus (Schreiber und Sekretär). Nach altkirchlicher Überlieferung wurde der 1. Petrusbrief kurz vor dem Tod des Apos- tels 64 oder 67 n. Chr. unter Kaiser Nero geschrieben. Der Brief richtet sich "an die Auserwählten , die als Fremde in Pontus, Galatien, Kappadozien, in der Provinz Asien und Bithynien in der Zerstreuung leben", also an Gemeinden im nördlichen und westlichen Kleinasien. Die Empfänger des Briefs sind vorwiegend Heidenchristen; sie leben "in der Zerstreuung", weil sie als Christen in der Welt fremd und heimatlos sind. Der 2. Petrusbrief richtet sich an alle, die an Christus glauben, genauer gesagt, an die Adressaten des 1. Petrusbriefs, bei denen er auch Briefe des Paulus als bekannt voraussetzt. Der 2. Petrusbrief will die Leser im Glauben und in der Hoffnung stärken und sie vor falschen Lehrern warnen . Diese spotten über den Glauben an die Wiederkunft des Herrn und leugnen seine göttliche Herrlichkeit. Entsprechend ist ihre Lebensweise. Das Schreiben verteidigt demgegenüber nachdrücklich die Erwartung der Wiederkunft Christi. 19 Das Evangelium nach Markus : Das älteste, griechisch geschriebene Evangelium wird nach altkirchlicher Überlieferung Markus zugeschrieben. Damit ist gemeint Johannes Markus aus Jerusalem, Sohn einer Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde in Jerusalem versammelte; er war ein Vetter des Barnabas, Mitarbeiter des Paulus und später auch des Pet- rus. Ebenfalls nach altkirchlicher Überlieferung schrieb er sein Evangelium in Rom. Es steht in zeitlichem Zusammenhang mit der Zerstörung Jerusalems und ist deshalb um 70 n. Chr. verfaßt, und zwar für Heiden und Heidenchristen. 20 Der Brief an die Römer: Wann die christliche Gemeinde in Rom entstanden ist und wer sie gegründet hat, ist nicht bekannt. Der Brief an die Römer ist das früheste Zeugnis ihrer Existenz und Bedeutung. Paulus schreibt an die römische Gemeinde, kurz bevor er seine Reise nach Jerusalem antritt, bei der er die Kollekte der heidenchristlichen Gemeinden von Mazedonien und Griechenland überbringen will. Er trat diese Reise zwischen 56 und 58 n. Chr. an. Vermutlich ist der Brief während des vorangehenden dreimonatigen Aufenthalts in Griechenland geschrieben worden und zwar in Korinth, dem Zentrum seiner Griechenlandmission. Der Römerbrief ist eine ausführliche Erklärung dessen, was das "Evangelium Jesu Christi" ist. Der Römerbrief stellt eine Zusammenfassung der Verkündigung und Theologie des Apostels dar. Man hat ihn daher das "Testament des Paulus" genannt. Wegen seines Umfangs wurde er später an den Anfang der Sammlung paulini- scher Briefe gestellt.

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