Die Bibel
- 33 - Lukas 15. 32: (Gleichnis vom verlorenen Sohn) ... Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder ; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Jakobus 2. 17, 20, 26: So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke aufzuweisen hat . Willst du also einsehen, du unvernünftiger Mensch, daß der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, ist auch der Glaube tot ohne Werke . Christus machte also deutliche Unterschiede zwischen "Toten" und "Toten". Diese wichtige Tatsache muß man genauestens beachten! Lukas 9. 60: Jesus sagte zum ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben ; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Matthäus 8. 21-22: Ein anderer aber, einer seiner Jünger sagte zu ihm: Herr, laß mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben! Jesus erwiderte: Folge mir nach; laß die Toten ihre Toten begraben! Hier kommt zweifelsfrei zum Ausdruck, daß zwischen "Toten" und "Toten" eine prinzipielle Unter- scheidung getroffen werden muß. Die benannten "Toten" sind geistig tote Menschenseelen, welche sich von Gott abwandten und ihresgleichen begraben . Wer hier nicht ganz genau differenziert kommt zu Fehlurteilen! Alle von Gott geschaffenen Seelen besitzen ihre individuelle Entscheidungsfreiheit : Sie können sich von ihrem Schöpfer entfernen oder Ihm und Seiner Schöpfung dienen. Ein Beispiel dafür ist Luzifer mit seinen Anhängern, der sich von Gott abwandte und in Dämonie verfiel: 2. Petrus 2. 4: Gott hat auch die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern sie in die finstersten Höhlen der Unterwelt verstoßen, und hält sie dort eingeschlossen bis zum Gericht. Judas 25 6: Die Engel, die ihren hohen Rang mißachtet und ihren Wohnsitz verlassen haben, hat er (Gott) mit ewigen Fesseln in der Finsternis eingeschlossen, um sie am großen Tag zu richten. Weisheit 2. 23-24: Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt und ihn erfahren alle, die ihm angehören . Offensichtlich ist nicht der leibliche, sondern der geistige Tod gemeint. Wer sich von Gott trennt, distanziert sich von der göttlichen Wahrheit. Dies liegt auch im Gesetz von Ursache und Wirkung begründet. Dieses Gesetz gilt sowohl für die geistigen Lebensbereiche als auch für das materielle Dasein auf der Erde und hat somit universelle Gültigkeit. Die geistig Toten können an Menschen keine höheren Wahrheiten vermitteln, weil sie diese durch ihren Abfall von Gott nicht besitzen. Geistig Tote zu befragen, ist Gott ein Greuel! Manchmal wird statt "Tote" in der Bibel auch die Bezeichnung "Blinde" gewählt. Dem Sinn nach sagen beide Worte dasselbe aus. Bei der Suche nach Wahrheit ist es gefährlich, sich an geistig Tote und geistig Blinde zu wenden! 25 Der Brief des Judas: Der Verfasser stellt sich als "Judas, Bruder des Jakobus" vor. Er beruft sich auf Jakobus, weil dieser eine bei den Empfängern des Briefs angesehene Persönlichkeit ist. Mit Judas kann also nur der "Bruder des Herrn" gemeint sein, der neben Jakobus und weiteren Brüdern Jesu genannt wird. Der Judasbrief ist sicher vor dem 2. Petrusbrief ge- schrieben, da dieser ihn in Kap. 2 benützt. Er will vor Irrlehrern warnen, die den Glauben gefährden und die Gemeinde spalten. Den falschen Lehrern wird Gottlosigkeit, ausschweifendes Leben, Leugnung der alleinigen Herrschaft Christi und Mißachtung der Engel vorgeworfen.
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