Die Bibel

- 34 - Jesaja 43. 8: Bringt das Volk her, das blind ist, obwohl es Augen hat, und taub , obwohl es Ohren hat. Jesaja 56. 10: Die Wächter (Führer) des Volkes sind blind , sie merken allesamt nichts . Jesaja 59. 10: Wir tasten uns wie Blinde an der Wand entlang und tappen dahin, als hätten wir keine Augen. Wir stolpern am Mittag, als wäre schon Dämmerung, wir leben im Finstern wie die Toten. 1. Johannes 26 2. 11: Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis . Er geht in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht; denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht. 2. Petrus 1. 8-9: (Zur Liebe und Brüderlichkeit) Wenn dies alles bei euch vorhanden ist und wächst, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit, so daß ihr Jesus Christus, unseren Herrn, immer tiefer erkennt. Wem dies aber fehlt, der ist blind und kurzsichtig; er hat vergessen, daß er gereinigt worden ist von seinen früheren Sünden. Lukas 6. 39-40: Er (Christus) gebrauchte auch einen Vergleich und sagte: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen? Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jener aber, der alles gelernt hat , wird wie sein Meister sein. Wenn in der Bibel gewarnt wird "Tote" und "Blinde" zu befragen, sollte dies unbedingt befolgt werden. Man sollte sich allerdings davor hüten, das Kind mit dem Bade auszuschütten und pauschal alle Verstorbenen zu den "geistig Toten" rechnen. Auch die Apostel und andere hohe geistige Lehrer sind nach irdischen Maßstäben "tot!" Wer hier nicht differenziert und sich eigensinnig darüber hinwegsetzt, wird unobjektiv und ungerecht in seiner Bewertung. Heißt es doch, daß wir uns gerecht verhalten sollen! Menschen, die sich von Gott gelöst haben, gehen in ihrer geistigen Entwicklung rückwärts . Beide Richtungen sind gangbar. Wir haben stets die Wahl. Doch wie kann man aus der Blindheit und der Unwissenheit wieder zurück in das Licht der göttlichen Wahrheit gelangen? Die folgenden Bibelauszüge geben darüber Auskunft: Epheser 5. 14: Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schlä- fer, und steh auf von den Toten , und Christus wird dein Licht sein. Sirach 34. 14-15: Der Geist der Gottesfürchtigen wird leben , denn ihr Hoffen ist auf ihren Retter gerichtet. 26 Die drei Briefe des Johannes Der 1. Brief wendet sich wahrscheinlich an einen örtlich begrenzten Kreis christlicher Gemeinden und ist wohl gegen Ende des 1. Jahrhunderts abgefaßt. Nach Stil und Gedankengut ist der 1. Johannesbrief mit dem Johannesevangelium nah verwandt. Der Verfasser rechnet sich zu einer Gruppe christlicher Lehrer, die im Kampf gegen Irrlehrer das "von Anfang an" Verkündigte einschärfen wollen. Das Schreiben mahnt zum Glauben an Jesus, den Christus und Sohn Gottes, und zur Bruderliebe. Der 1. Johannesbrief ist ein wichtiges Zeugnis für den wahren Glauben an Jesus Christus als Gottessohn und weist auf bleibende Grundlagen des christlichen Lebens hin. Der 2. Brief entspricht in der Anlage antiken Briefen, die gewöhnlich den Umfang eines Papyrusblattes hatten. Der Verfasser stellt sich als "der Alte" oder "der Älteste" vor und weist damit auf seine Autorität hin. Über seine Person weiß man nichts Sicheres. Nach Stil und Inhalt steht das Schreiben dem 1. Johannesbrief nahe. Durch die eigentümliche Be- zeichnung des Absenders ist er mit dem 3. Johannesbrief verbunden; beide sind wohl demselben Verfasser zuzuweisen. Der Brief gibt Einblick in christliches Denken um 100 n. Chr. und zeigt, wie sich die Kirche damals gegen umherziehende Irrlehrer verteidigte. Der 3. Brief ist wie der zweite von dem "Alten" oder "Ältesten" verfaßt. Es ist ein persönlicher Brief an einen sonst unbekannten Gaius, der zu einem mit dem Absender verbundenen Freundeskreis gehört. Wegen des gleichen Verfassers muß dieser Brief etwa aus der gleichen Zeit wie der 2. Johannesbrief stammen. Der 3. Johannesbrief ist wertvoll für die Kenntnis damaliger Gemeindeverhältnisse.

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