Die Bibel

- 37 - Wenn es falsche, selbsternannte Propheten gab, so mußte es auch echte , von Gott eingesetzte Prophe- ten gegeben haben - genauso wie in der heutigen Zeit. Hier einige Zitate, als Beispiel für autorisierte Propheten und deren echte Durchgaben: Jeremia 1. 4-5: Das Wort des Herrn erging an mich: Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen , noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt . 4. Mose 31 (Numeri) 12. 6: Und der Herr sprach: Hört meine Worte! Wenn es bei euch einen Propheten gibt, so gebe ich mich ihm in Visionen zu erkennen und rede mit ihm im Traum. 1. Samuel 32 10. 10: Als sie, Saul und sein Knecht, nach Gibea gelangten, kam ihnen tatsächlich eine Schar Propheten entgegen. Der Geist Gottes kam über Saul , und Saul geriet mitten unter ihnen in prophetische Verzückung. Daniel 33 1. 17: Und Gott verlieh diesen vier jungen Leuten Wissen und Verständnis in jeder Art Schrifttum und Weisheit; Daniel verstand sich auch auf Visionen und Träume aller Art. Gott beruft Seine Propheten und beauftragt sie, die geistigen Wahrheiten auf der Erde zu verkünden. Dafür hat Gott spezielle Wege eingerichtet, auf denen das hohe Wissen zur Erde kommen kann. Diese Wege werden durch Gesetze geregelt. Sirach 42. 23: Alles lebt und besteht für immer, für jeden Gebrauch ist alles bereit. Kontakte zwischen Gottes Geistigem Reich und dem irdischen Lebensbereich sind völlig natürlich. Doch wen interessiert das? - Mit echten Kontakten und echten Belehrungen läßt sich kein Geld verdienen. Die maßgebenden Gesetze für einen positiven Kontakt sind - von privaten Initiativen einmal abgesehen - so gut wie unerforscht . Doch dieser Zustand darf und muß nicht so bleiben: Psalm 119. 68: Du bist gut und wirkst Gutes. Lehre mich deine Gesetze! Psalm 19. 8: Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen. Das Gesetz des Herrn ist verläßlich, den Unwissenden macht es weise . 31 Das 4. Buch Mose: Das vierte Buch des Pentateuch trägt in der lateinischen Bibel den Namen Numeri (Zählungen), weil es mit der Zählung bzw. Musterung der wehrfähigen Israeliten beginnt. Die Geschichtsdarstellung und die Gesetze im Buch Numeri sollen Israel an die verhängnisvollen Folgen des Murrens gegen Gott, des Aufbegehrens gegen Mose und gegen die priesterliche Kultordnung, des Götzendienstes und des mangelnden Vertrauens gegen den Bundesgott erinnern. Sie zeigen, daß Gott von seinem Volk auch in Zeiten der Not Treue erwartet. 32 Die Samuelbücher: Die Epoche, die mit dem Namen Samuel verbunden ist, ist eine Zeit des Übergangs. Samuel handelt noch wie einer der Richter, er tritt aber auch wie ein Prophet auf. Unter seiner maßgeblichen Mitwirkung entsteht in Israel das Königtum. Im Auftrag Gottes salbt er Saul zum ersten König Israels. Den Autoren, die die Samuelbücher in der vorlie- genden Form gestaltet haben, lagen bereits größere Werke vor, die sie aufnahmen und anscheinend nur wenig veränder- ten. 33 Das Buch Daniel: Das Buch Daniel berichtet zunächst, wie im Zusammenhang mit der Verschleppung vornehmer Judäer durch Nebukadnezar auch Daniel und seine drei Freunde nach Babylonien kommen, wo sie trotz ihrer Erziehung im Geist der heidnischen Weltmacht dem Glauben ihrer Väter treu bleiben. Die Abfassung des Buches in seiner heutigen Gestalt fällt in die Makkabäerzeit. Jedoch ist eine längere Entstehungszeit des Buches anzunehmen, in deren Verlauf ältere Überliefe- rungen mit jeweils verschiedener Aussageabsicht aufgenommen und überarbeitet worden sind. Dafür spricht der Umstand, daß Teile des Buches in Hebräisch, andere in Aramäisch und wieder andere in Griechisch abgefaßt wurden. Literarisch gehört das Buch Daniel trotz verschiedenartiger Literaturformen in den Einzeldarstellungen als ganzes zur Apokalyptik. Darunter versteht man eine Geistesströmung der alttestamentlichen Spätzeit, die sich mit der Offenbarung der himmlischen Welt und mit der Erschließung göttlicher Geheimnisse im Hinblick auf das Ende beschäftigt.

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