Die Bibel

- 58 - Es kann nur eine Wahrheit geben Bei einer Kontaktaufnahme zum Geistigen Reich können sich auch dämonische Wesen melden. Darum hat Gott einigen Menschen die Gabe verliehen, die Geistwesen unterscheiden zu können . Die Auffor- derung dies zu tun erging an die Menschheit: 1. Johannes 4. 1-3: Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind, denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das mag zur damaligen Zeit ein guter Maßstab gewesen sein. Erfahrungen in letzter Zeit lehren etwas anderes. Die Dämonie schreckt heute nicht mehr davor zurück, auch Christus zu bekennen, um ihre finsteren Absichten durchzusetzen. Also: Vorsicht vor Leichtgläubigkeit! Den besten Hinweis gab Jesus in einem Gleichnis: Lukas 6. 43-46: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt . Jeden Baum erkennt man an sei- nen Früchten. Von den Disteln pflückt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist ; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht , was ich sage? Diese Worte besitzen universelle Gültigkeit , für alle Menschen und für die Geisterwelt . Salomo war in dieser Beziehung ein Wissender, ein Eingeweihter, und seine Erkenntnisse sind in einleuchtende Worte gekleidet: Weisheit 1. 1-6: Liebt Gerechtigkeit , ihr Herrscher der Erde , denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen! Denn er läßt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen und zeigt sich denen, die ihm nicht mißtrauen. Verkehrte Gedanken trennen von Gott; wird seine Macht herausgefordert, dann weist sie die Toren zurück! In eine Seele, die auf Böses sinnt , kehrt die Weisheit nicht ein, noch wohnt sie in einem Leib, der sich der Sünde hingibt. Denn der Heilige Geist , der Lehrmeister, flieht vor der Falschheit, er entfernt sich von unverständigen Gedanken und wird verscheucht, wenn Unrecht naht. Die Weisheit ist ein menschenfreundlicher Geist, doch läßt sie die Reden des Lästerers nicht straflos; denn Gott ist Zeuge seiner heimlichen Gedanken, untrüg- lich durchschaut er sein Herz und hört seine Worte. Der biblische Rat, die Geister zu prüfen ob sie von Gott kommen, kann nicht oft genug wiederholt werden. Leichtgläubigkeit und Naivität führen ins Verderben! Die Gefahren für Leib und Seele sind unermeßlich groß. Zum Prüfen müssen Maßstäbe angesetzt werden, die so lückenlos wie möglich sein müssen. Zieht man nur die Bibel zu Rate, so findet man ein Konglomerat von "Weizen" und "Unkraut" vor, welches zur Prüfung der Geister wenig geeignet ist. Man kann nicht zu einem vernünf- tigen Ergebnis kommen, wenn die Basis richtig und falsch zugleich ist. In der Bibel existieren zu viele Lücken und Widersprüche . Vieles, was eigentlich in dieses Buch hineingehört , wurde herausgenom- men, und vieles, was nicht hineingehört, kam hinzu. Auch das Neue Testament besitzt keinen Absolutheitsanspruch, weil es unvollständig ist. Jesus hatte seinerzeit darauf hingewiesen: Johannes 16. 12: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Jesus konnte längst nicht alles sagen, was noch zu den Evangelien gehört. Schon durch diese Tatsache sind Mißverständnisse und Fehldeutungen vorprogrammiert. Ein weiterer schwerwiegender Umstand kommt hinzu: Jesus selbst hat keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen. Alle Niederschriften stammen aus einer viel späteren Zeit und wurden aus der Erinnerung heraus gestaltet.

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