Die Bibel
- 59 - Es folgt ein weiteres Zitat aus der Broschüre "Ein Brief für Dich" , auf Seite 14 heißt es: "Erst nach dem irdischen Leben des Herrn wurden dann die Bücher und Briefe des Neuen Testaments geschrieben und zwar in Griechisch, weil diese Sprache damals weit verbreitet war. Ungefähr 100 Jahre nach Christi Geburt waren alle fertig." Wer gibt die Garantie dafür, daß die Briefe und Bücher des Neuen Testaments im Sinne der göttlichen Wahrheit echt sind und nach 100 Jahren keine Fehler und Mißverständnisse beinhalten? Es wäre so, als wollte heute jemand Gespräche und Ereignisse aus dem Jahre 1894 aus der Erinnerung heraus aufschreiben und dann behaupten, diese seien absolut authentisch. Man bedenke: Jesus konnte diese biblischen Aufzeichnungen weder korrigieren noch ergänzen . Die Evangelien beinhalten zwar sehr viel "Weizen" doch auch eine Menge "Unkraut". Welcher Theologe ist willens und überhaupt in der Lage , die Spreu vom Weizen zu trennen? Durch pausenlose Inspiration des Widersachers haben sich über die Jahrhunderte hinweg sehr viele Fehler, Fehldeutungen und Irrtümer eingeschlichen. Das Resultat der Unlogik erkennt man auch in der Aufsplitterung der Gläubigen in die verschiedenen Religionen, Konfessionen und Sekten. Somit gibt es unterschiedlichste Maßstäbe, und jeder Anhänger behauptet natürlich, daß nur sein Maßstab der allein richtige und seligmachende wäre und kämpft rechthaberisch - wenn es sein muß mit der Waffe in der Hand. Welch ein Irrtum! - Es kann doch nur eine Wahrheit geben! Wo steht die Menschheit in ihrer geistigen Evolution heute? Was hat sich seit biblischer Zeit - von den technisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnissen einmal abgesehen - überhaupt geändert? Auf der einen Seite einen gewaltigen High-Tec-Überhang der einer völlig unterentwickelten Lebensethik gegenübersteht. Können wir deshalb mit High-Tec nicht umgehen? Falsche biblische Auslegungs- praxis (zum Teil ganz bewußt). Egoismus und Sturheit im religiösen Denken sind nach wie vor vorhanden. Probleme, mit denen man sich schon zur biblischen Zeit herumschlagen mußte: Römer 10. 1-4: Brüder, ich wünsche von ganzem Herzen und bete zu Gott, daß sie ge- rettet werden. Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer haben für Gott, aber es ist ein Eifer ohne Erkenntnis. Da sie die Gerechtigkeit Gottes verkannten und ihre eigene aufrichten wollten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Denn Christus ist das Ende des Gesetzes, und jeder, der an ihn glaubt, wird gerecht. Mit aller Ernsthaftigkeit, zu der man fähig ist, sollten Neuoffenbarungen geprüft werden. Neuoffenba- rungen könnten helfen , den verfahrenen Karren wieder flott zu bekommen. Doch man hüte sich vor jeglicher Voreingenommenheit , diese führt stets zu falschen Ergebnissen. Eine kritische Offenheit gegenüber allen Berichtigungen der Heiligen Schriften durch den Geist der Wahrheit ist eine solide Grundlage für eine gerechte Prüfung , ob die erhaltenen medialen Durchgaben tatsächlich echt sein können. Um kritische Offenheit bittet der Verfasser auch die Leser dieser Schrift! Von den Kirchen werden grundsätzlich alle Neuoffenbarungen als "Täuschung" oder "dämonische Machenschaft" hingestellt. Das bedeutet streng genommen nichts anderes, als daß man Gott und Christus der Lüge bezichtigt, denn Jesus hat Neuoffenbarungen angekündigt! Oft wird in aller Öffentlichkeit behauptet, daß es angeblich keine Neuoffenbarungen gibt. Woher beziehen diese Besserwisser ihre Kenntnisse? Will man Gott den Mund verbieten? Früher "durfte" Gott zu den Menschen reden, in nachbiblischer Zeit nicht mehr. Jesus wußte, daß es Menschen geben würde, die sich als Richter aufspielen und Gott bevormunden würden. Er kannte auch die Folgen: Matthäus 12. 31-32: Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben . Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; aber wer etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben , weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.
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