Die Bibel
- 67 - Demnach hat es den Anschein, als wenn Gott und Christus die alleinigen "Akteure" im Himmel des Geistigen Reiches wären. Gewiß, es werden in der Bibel auch Engel, Heilige und Selige genannt, doch immer nur am Rande . Die Annahme, daß Gott und Christus für uns Menschen allein zuständig und aktiv sind, beruht auf einem gedanklichen Kurzschluß. Darüber aufklärende Bibelstellen werden in ihrer vorhandenen Wertigkeit leider nicht erkannt (oder bewußt verschwiegen) und können deshalb nicht in das allgemeine Denken einfließen. An einem von Jesus Christus gemachten Versprechen wird es deutlich. Dieses Versprechen sichert uns Menschen einen Beistand für die Zeit zu, in der Jesus nicht mehr physisch auf Erden weilt. Dieser andere Beistand bezieht sich nicht auf Jesus Christus selbst, das wurde von ihm klar ausgesprochen: Johannes 14. 16: Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Bei diesem anderen Beistand handelt es sich nicht um eine einzelne Persönlichkeit, die über 5,5 Milliarden Erdenmenschen betreuen soll. Der versprochene Beistand umfaßt in ausreichender Zahl göttliche Helfer , die auf den verschiedensten Gebieten für den Menschen tätig sind, ohne Dank zu erwarten und ohne daß es der Mensch immer gleich bemerkt. Diese geistigen Helfer , wie zum Beispiel die persönlichen Schutzpatrone und hohe autorisierte Lehrer hat der Mensch Christus zu verdanken , um eine Erlösung des Menschen zu erreichen. Auch im Johannes Evangelium spricht Jesus von einem Beistand : Johannes 14. 17: Es ist der Geist der Wahrheit , den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Johannes 15. 26: Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde , der Geist der Wahrheit , der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Johannes 16. 12-13: Noch vieles habe ich euch zu sagen , aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit , wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört , und euch verkünden, was kommen wird . Diesen Worten Christi kann man folgendes entnehmen: 1. Die Wahrheit liegt bei Gott und geht von Ihm aus. 2. Diese Wahrheit wird nicht von Gott oder Christus überbracht, sondern von Helfern . 3. Diese Übermittler sind für ihre verantwortungsvolle Aufgabe bevollmächtigt. 4. Die autorisierten Überbringer der göttlichen Wahrheit werden in leichtverständlichen Worten zu uns reden, um Mißverständnisse zu vermeiden und die Klarheit der Worte zu gewährleisten. Eine weitere Erkenntnis: Unser derzeitiges irdisches Wissen ist Stückwerk! Die Konsequenzen: • Die vorhandenen Wissenslücken müssen unbedingt aufgefüllt und der Wissensumfang über den Sinn des menschlichen Lebens und über das Rätsel Mensch erweitert werden. • Die bislang gemachten Interpretationen und Auslegungen der Heiligen Schriften, die aufge- stellten Dogmen und Glaubenslehren müssen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft und berichtigt werden. Das "Wie" stellt sich nicht , da etwas Absolutes nur von der Quelle allen Seins kommen kann. Die Zielsetzung muß zunächst einmal der Mensch vorlegen , dann wird man sehen, was passiert. Da dies
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