Die Bibel
- 69 - Zusammenfassung In der Tat: Es ist Gott ein Greuel , wenn der Mensch "geistig Tote" befragt, um höhere geistige Erkenntnisse zu erhalten. Die Kirche hat Recht , wenn sie davor warnt! Dabei ist es gleichgültig, ob diese "Toten" noch in einem physischen Körper leben oder sich bereits im Geistigen Reich befinden. Werden geistige Kontaktaufnahmen trotz der bestehenden Warnungen leichtfertig durchgeführt, wird man oftmals ein Opfer der Unwissenheit, Wichtigtuerei und der Lüge. Jesus lehrte, daß die Bibel in bezug auf die göttliche Wahrheit unvollkommen ist . In der Bibel sind "Weizen" und "Unkraut" durcheinandergemischt vorhanden. Christus möchte, daß sich die Mensch- heit freiwillig um höheres Wissen und um die noch zu ergänzenden Wahrheiten bemüht . Er forderte mehrfach dazu auf: Matthäus 18. 19-20: Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten , werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Wichtig: Christlich spiritualistische Arbeitskreise sollten nur im Namen Jesu Christi arbeiten und ausschließlich versuchen, den Geist der Wahrheit zu kontaktieren. Die Bitte um göttlichen Schutz ist jeder geistigen Kontaktaufnahme vorauszuschicken! Luzifer wirkt inspirativ und hat dem guten "Weizen" sein "Unkraut" geschickt untergemischt und damit erreicht was er wollte. Die vom Widersacher ausgelösten Irritationen führten bei vielen Men- schen zur völligen Abwendung vom Glauben. Der ehemalige Lichtträger will, daß dieses Konglomerat von "Weizen" und "Unkraut" weiterhin Bestand hat. Seine inspirierten Drohungen am Schluß der Bibel untermauern dies: Offenbarung 49 22. 18-19: Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt , dem wird Gott die Plagen zufügen , von denen in diesem Buch geschrieben steht. Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen , von denen in diesem Buch geschrieben steht. Jesus Christus dagegen wies deutlich darauf hin, daß es vom Geist der Wahrheit zusätzliche Beleh- rungen, d. h. künftige Neuoffenbarungen, geben wird: Johannes 7. 37-39: Am letzten Tage des Festes, dem großen Tag, stellte Jesus sich hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Herzen werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist , den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. 49 Die Offenbarung des Johannes: Das letzte Buch des Neuen Testaments heißt Offenbarung oder Apokalypse (griechisch: apokálypsis, Enthüllung). Der Titel stammt vom Verfasser selbst. Apokalypsen gab es schon in alttestamentlicher Zeit. Das bekannteste Beispiel ist das Buch Daniel (Kap. 7-12), das zur Zeit der Religionsverfolgung durch den Syrerkönig Antiochus IV. Epiphanes (167-164 v. Chr.) geschrieben wurde, um die Israeliten zum treuen Festhalten am Bundesgott und seinem Gesetz aufzurufen. Eine ähnliche Situation führte zur Abfassung der neutestamentlichen Apokalypse, die gegen Ende der Regierungszeit des römischen Kaisers Domitian 81-96 n. Chr. geschrieben wurde. Der nicht näher bekannte Verfasser nennt sich schlicht Knecht Johannes ; er muß aber eine Persönlichkeit von hoher Autorität gewesen sein. Seine gründliche Kenntnis des Alten Testaments und der außerbiblischen jüdischen Offenbarungsschriften (Apokalypsen) weisen auf juden- christliche Herkunft hin. Er ist der erste, der eine selbständige christliche Apokalypse verfaßt hat. Den Auftrag dazu hat er nach seinen eigenen Worten in einer Vision (Schau) vom himmlischen Christus erhalten. Die Offenbarung geschieht, wie in vorchristlichen apokalyptischen Schriften, auch in der christlichen Apokalypse durch Visionen und Auditionen (Schauen und Hören) von himmlischen Botschaften. Der endgültige Sieg Gottes, der für die vorchristlichen Apokalyptiker noch reine Zukunft ist, hat mit der Auferstehung Jesu bereits begonnen. Ziel der Geschichte kann demnach nur noch die Vollendung und volle Offenbarung dieses Sieges sein.
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