Die Bibel

- 94 - GOTTES GESETZE (Durchgabe aus dem Jahre 1966) Wohlan, die Kirchen lehren fast alle, daß der Mensch beten soll , das heißt, er soll sich vertrauensvoll an Gott , seinen Schöpfer , wenden, wenn er in Not ist. Millionen Menschen beten zu jeder Stunde, und es geschieht nichts . Kein erwartetes Wunder tritt ein. Im Gegenteil - es kommt euch vor, als ob es keinen oder nur einen tauben Gott gibt, der sich nicht um euch kümmert. Aus dieser Erfahrung haben die Atheisten , zu denen auch die Kommunisten gehören, ihre Konsequen- zen gezogen. Sie handeln entsprechend ihrer Ansicht, als ob es keinen Gott gäbe. Sie werden unver- schämt, rachsüchtig, egoistisch, anmaßend und völlig negativ. Gottes Gesetze interessieren sie nicht mehr, wenn diese Gesetze nicht von einem lebendigen Gott stammen. Doch lebendig hat noch nie jemand den Schöpfer gesehen. Die Atombomben beweisen die Nichtachtung der göttlichen Gesetze . Um was bittet die Menschheit? Wenn Gott von diesen Milliarden von Gebeten Kenntnis nehmen wollte, um sie zu beachten, würde das ganze Universum zu einem Chaos werden. Die meisten Gebete zielen darauf hin, Gott Vorschrif- ten zu machen, was Er zu tun und zu lassen hat. Gott wird als Notnagel angesehen, der dümmer sein muß, als der unlogische Bittsteller. Gott soll jene Menschen strafen und entrechten, sie zu Bettlern und Krüppel machen, mit denen der Bittsteller nicht auskommt. Der Reiche soll arm werden, und der Arme möchte Macht und Reichtum erhalten. Ja, Gott soll Seinen Arm in die Lotterietrommel stecken und das richtige große Los ziehen. Doch alles im Universum vollzieht sich nach Gottes Gesetzen . Er hat an alles gedacht. Für jeden Umstand gibt es unzählige Gesetze , welche die gerechte Regelung treffen. • Aber diese göttlichen Gesetze sind auch für den Gesetzgeber selbst maßgebend! Er, der Herr , darf sie noch weniger brechen als eine ganze Menschheit. Kein Mensch im Universum kann daher etwas verlangen, was gegen die Gesetze Gottes verstößt. Gott ist der Gesetzgeber , der Richter und der Lehrer , Er ist der Vormund , der Vater , das Vorbild . Wie könnte es angehen, wenn das größte menschliche Vorbild , nämlich Gott , die göttlichen Gesetze mißachten würde , während Er von jedem Menschen verlangt, daß er diese Gesetze zu achten hat ? Das wäre so, als wenn ein Lehrer den Schülern Pflichten auferlegt, die ihn selbst nicht interessieren. Es wäre so, als wenn ein Richter den Schuldigen für ein Verbrechen bestraft, das er täglich selbst begeht. Nein, überlegt euch das gut! So kann man nicht denken. Das ist doch unlogisch ! Aber wer kümmert sich auf dieser Erde schon um die Logik? Es gibt nur wenige Menschen, die fähig sind , wirklich objektiv zu denken. Selbst die Kirche hat nur wenige Denker aufzuweisen. • Gott hat mehr als ein menschliches Gewissen, mehr als ein menschliches Denken. Das Vorbild darf sich keine Schnitzer erlauben. Auch der Gesetzgeber muß sich daher an die eigenen Ge- setze halten, sonst hätten sie keine Gültigkeit für andere. Aus diesem Grunde darf der Mensch nichts Unmögliches verlangen. Er muß prüfen , ob es gesetzmä- ßig vertretbar ist. Es darf auch nie eine Forderung gestellt werden, die einen anderen schädigt , ganz gleich, um was es sich dabei handelt.

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