Die Bibel
- 98 - Gut und Böse (Aus den Sphären des Lichtes) Jeder Mensch weiß genau , was er tut. Selbst die sogenannten Geistesgestörten wissen noch diesen Unterschied zu machen. Wenn der Mensch also negativ handelt , so macht ihm das in gewisser Hinsicht Freude . Er will damit etwas Bestimmtes erreichen. Diese Menschen haben auch ein Ziel, nur mit dem Unterschied, daß dieses Ziel negativ ist und durch negative Taten erreicht werden soll. Wenn das Ziel gut ist, so kann es auch nur durch gute Gedanken und Taten erreicht werden - niemals umgekehrt! Das ist das ganze Geheimnis von "Gut und Böse". Aus den Wegen läßt sich stets das Ziel erkennen. Sind die Wege negativ, so kann es sich nur um ein negatives Ziel handeln. Sind die Wege positiv, so kann auch das Ziel nur gut sein. Umgekehrt ist das völlig unmöglich! Das Mysterium von Gut und Böse wirkt sich besonders stark in der Politik aus. Meistens sind die Mittel, welche zur Zielerreichung angewandt werden, durchaus negativ. Es ist daher ein Unsinn, wenn Marx behauptet hat, daß alle Mittel erlaubt sind, wenn sie dem Staat nützen. Ein positives Ziel läßt sich nur mit positiven Mitteln erreichen. Jeder andere Weg führt nur ins Verderben. Alle Mittel und Wege müssen mit dem Ziel harmonisch übereinstimmen. Für die Menschheit kann es auch nur positive Ziele geben, denn die negativen Ziele sind es nicht wert, daß sie angestrebt werden. Aber es gibt leider genug Politiker, welche glauben, daß ihr angeblich gutes Ziel mit den scheußlichsten und gewalttätigsten Mitteln erreicht werden kann. Das ist unmöglich und widerspricht der göttlichen Ordnung . Eure Philosophie über Gut und Böse ist unlogisch . Luzifer wandte sich von Gott ab. Er wollte allein regieren. Er wollte mächtiger sein als Gott . Würde er in Gottes Weise regiert haben, so wäre er göttlich gewesen. Das wollte Luzifer nicht. Daraus ergab sich, daß er seinen eigenen, negativen Weg ging, indem er alles Göttliche anzugreifen versuchte, damit es hernach nur einen Gott geben sollte. Der Mensch kann übersehen , wenn er negative Entscheidungen trifft, dazu hat er einen freien Willen. Auch ein Engel kann sich frei entscheiden. Er kann gut oder böse werden. Doch alle Wege führen zu Gott , wie ein Kreis. In diesem Gesetz ruht auch die Selbstzerstörung. Wer aus diesem Kreis heraustritt, der entfernt sich von Gott und nimmt Schaden. Im extremen Fall kommt es zur Selbstzerstörung. Entweder kommt das Böse zu Gott zurück, oder es vernichtet sich selbst . Gott ist der Vater allen Seins . Wenn jemand aus dem göttlichen Kreis entweicht, so gelangt er in eine furchtbare Verlorenheit. Über die materielle Selbstzerstörung brauche ich nicht zu sprechen. Ihr kennt sie genug. Die geistige Selbstzerstörung beginnt mit der Unobjektivität und inneren Zerrissenheit , die nur durch den Größenwahn abgelöst wird. Später kommt dann die große Verlorenheit hinzu, da der Verlorene bzw. Verirrte nicht mehr den Weg findet. Doch wenn außerhalb des göttlichen Kreises eine Seele durch eine lange, furchtbare Verlorenheit viel abgebüßt hat und den Weg nicht mehr findet, die findet dann schließlich Gott und führt die Seele in den göttlichen Kreis zurück. Diese Seele wird dann unendlich froh und dankbar darüber sein, daß Gott sie endlich fand. Der göttliche Kreis ist unvorstellbar groß in seiner Ausdehnung. Gott ist überall! Gottes Gnade ist unendlich. Wäre es anders, so wäre Gott nicht Gott , das müßt ihr euch merken! Aus diesem Satz läßt sich alles ableiten. Der Mensch braucht keinen Anschauungsunterricht, um gut oder böse zu sein. Der Mensch kann sich auch ohne die Hilfe Luzifers das Böse durchaus vorstellen. Aber das ist kein Grund, das Böse auch zu tun! Aus diesem Grund besteht schon eine geistige Auseinandersetzung seit Menschengedenken. • Dem Menschen fehlt vor allen Dingen das menschliche Gefühl für seinen Nächsten.
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