Die DNA-Information

- 20 - Fragen und Antworten Frage: Der Philosoph Spinoza 4 und einige andere haben die Ansicht vertreten, daß die Natur Gott selbst sei. Alles Werden ist kausal. Gott ist die Ursache. Die Schöpfung ist Seine Wirkung. Stimmt diese Formulierung? Antwort: Es kommt aber darauf an zu analysieren, ob die Natur durch einen denkenden Verstand geleitet wird, der zugleich die Macht besitzt, ordnend in das Geschehen einzugreifen. Bisher ist es noch keinem Menschen gelungen zu beweisen, daß der Verstand und das Bewußtsein unbedingt an die Materie gebunden sein müssen. Das Hirn ist zwar ein Organ, aber das Hirn ist noch lange nicht das Bewußtsein. Das Hirn kann ohne Bewußtsein tätig sein, aber das Bewußtsein kann auch ohne Hirn auskommen. Bei der Narkose kann ein ganzer Körper gelähmt und unempfindlich gemacht werden. Trotzdem haben Patienten während der Operation aus einer gewissen Entfernung alles gesehen und mit angehört. (Anmerkung: Der Medizin ist bekannt, daß geistig völlig intakte Menschen bei der Autopsie schweren oder ganzen Hirnverlust hatten.) Bei der Vielseitigkeit und Großartigkeit der Natur ist es durchaus nicht nötig, daß Gott allein diese ungeheure Arbeit zu übernehmen hat. Er hat Seine Helfer , zu denen auf dem Erdenplan auch diese Menschheit gehört! Gott ist der Vater allen Seins, und Er hat sich die Organisation dafür geschaffen. Nichts ist leichter, als Erkenntnisse und Theorien einfach abzustreiten . Wer etwas abstrei- ten will, der muß sich aber Beweise zurechtlegen, denn Beweise müssen erbracht werden, wer sein Recht erhalten will. (Anmerkung: Der "Dialektische Materialismus" zum Beispiel stellt Behauptungen auf, ohne sie zu beweisen.) Es ist auffällig und beweiskräftig, daß (perspektivisch) Gott dem Zustand einen Begriff abgerungen hat. Zustand und Begriff sind zu gleicher Zeit zwei getrennte Dinge und doch eins. Folglich ist Gott als Zustand und Begriff ein "Doppelwesen". Er ist eins und doch zwei. Diese Tatsache ist daher auch zum ursprünglichen, unverrückbaren Gesetz geworden. Die Einheit des Doppelwesens ist im ganzen All und Seiner Schöpfung das elementare Na- turgeheimnis Gottes . Aus diesem Gesetz stammen auch die beiden Begriffe "Geist und "Materie", die innerhalb des Alls wiederum eine Einheit bilden. Wir sehen diese Tatsache schon beim Molekül, beim Atom und seinen Elektronen. Frage: Die Wissenschaft setzt sich immer mehr mit der Information auseinander. Kannst du uns nähere Auskunft über diese Information geben? ELIAS: Die Wissenschaft wird in ihren Forschungen zu keinem anderen Ergebnis kommen, als daß eine höhere Intelligenz die Information erteilt. Es ist unwichtig, ob man diese Intelligenz mit Namen Gott nennt. Es bleibt der Wissenschaft überlassen, ob sie einen anderen Namen dafür prägt. Wichtig bleibt die Erkenntnis, daß die Information von einem Informator aus- geht - und nicht von einem materiellen Computer. Die Information erfolgt jedoch so ähn- lich wie bei einem Computer, aber umgekehrt, das heißt, der Zelle oder dem Atom usw. wird der Auftrag oder Befehl verschlüsselt eingegeben. So wird die göttliche Information verschlüsselt der Materie eingespeist. 4 Spinoza, Baruch, geb. Amsterdam 24.11.1632, gest. Den Haag 21.02.1677, niederländischer. Philosoph. Bedeutendster Systematiker des Rationalismus und Pantheismus. Seine Philosophie postuliert die Identität von Gott und Natur (Monis- mus): Gott, verstanden als die alles umfassende Natur, ist die absolute, ewige Substanz, von deren unendlichen Attributen dem Menschen Ausdehnung (Materie) und Denken (Geist) zugänglich sind. In seinem anonym erschienenen "Tractatus theologico- politicus" (1670), neben einem Traktat über Descartes "Principia philosophiae" der einzigen zu seinen Lebzei- ten erschienenen Schrift, verteidigt Spinoza die Ideen der Freiheit des Denkens und der Toleranz. Bedeutenden Einfluß gewann er im deutschen Idealismus und in der deutschen Romantik.

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