Die DNA-Information
- 7 - Die Information (5) Aus der Intuition der Erinnerung hat sich später der Instinkt entwickelt. Der Instinkt ist eine ausgebil- dete Form der unbewußten, verstandlosen Intuition , also der Information . Der ausgebildete Instinkt ist beim Menschen durch die verstandesmäßige Erfassung der Begriffe abgelöst worden. Demnach ist der Instinkt die " Nabelschnur " zur Gottheit . Nicht das Leben ist Gott , sondern Gott ist eine lebendige Einheit und Gott ist Leben, weil der Schöpfer die Ursache des Lebens , der Bewegung ist. Gott ist trotzdem eine " individuelle Persönlichkeit ", weil Er das größte Bewußtsein im ganzen Universum ist. Sein Wirken auf Geist und Materie geschieht aus kleinsten Anlässen, die zu den allergrößten Wirkungen führen. Das alles geschieht mit Hilfe der unendlichen Zeit. Auch die Materie ist etwas Lebendiges und unterscheidet sich darin, daß sie träger in ihrer Bewegung ist, als der beseelte Organismus. Wer will heute noch bestreiten, daß das Molekül oder das Atom vitale Bewegung hat? Leben und Bewegung sind keine Maßstäbe für den Tod oder die Unsterblichkeit. Die Bewegung als Daseinsäußerung kann nur in einer beseelten Materie stattfinden. Nur die beseelte Materie, der beseelte Organismus ist mit "Leben" zu bezeichnen. Der geistige Inhalt einer beseelten Materie ist nicht abzustreiten. • Doch Gott ist die einzige Quelle , die den Organismus beseelt. Henri Bergson 2 schreibt: "In der Intelligenz fand das Leben schließlich seine Wünsche und auf sie hat es seine Hoffnungen gesetzt." - Das hört sich alles gut an. Doch diese Überlegungen sind nicht richtig ausgedrückt. Wie kann das Leben Wünsche haben, wenn nicht die Intelligenz schon vorhanden ist? Wenn das Leben aber noch keine Intelligenz hat, so hat Gott sie ganz bestimmt. Er leitet das Leben. Er hat auf das Leben Seine Hoffnungen gesetzt. Der Ursprung der Materie hat durchaus nichts Metaphysisches an sich. Sobald wir einen Vorgang klar erkennen, ist er nicht mehr metaphysisch, sondern paßt sich unserem Wissen an. Metaphysisch ist nur das, was wir nicht klar erkennen , was uns bis zu einem gewissen Punkt doch ein Geheimnis bleibt, ein verborgenes Walten. Im Augenblick, wo wir den Zusammenhang erkennen , lüften wir einen Schleier vom göttlichen Wirken. Dies ist aber ein Vorgang, der in unsere Vernunft eingeht. Alles, was in unsere Vernunft eingeht, ist weder okkult noch metaphysisch. Deshalb gehört auch der Spiritualismus nicht zum Okkultismus, denn es ist erwiesen, daß er einen Kontakt zur Geistigen Welt darstellt. Der Spiritu- alismus, das heißt, die grenzwissenschaftliche Lehre, ist bereits bei den Fachleuten in die Vernunft eingegangen. Der Spiritualismus ist ein wichtiger Bestandteil des Wissens. Jede Abneigung gegen Metaphysik, das heißt in diesem Falle auch gegen die Information , ist nur eine Scheu vor dem großartigen göttlichen Wirken . Der Mensch will sich seine Begriffsstutzigkeit, seine Ohnmacht zum höheren Denken nicht eingestehen, und darum zieht er es vor, das Großartige abzu- streiten. Was angeblich nicht existiert, braucht dann auch nicht erklärt zu werden. Wir dürfen uns nicht in unserem Forschen erlauben, vor einer Wissenschaft eine Scheu zu haben. Der Spiritualismus ist eine Wissenschaft, eine Grenzwissenschaft. Weil diese Wissenschaft sehr tiefe verborgene Geheimnis- se untersucht, ist das noch lange kein Grund, vor der Erforschung zu kapitulieren. • Die Information ist die Telepathie Gottes , die jedes Atom erreicht. Doch der menschliche Geist sträubt sich dagegen. 2 Bergson, Henri, geb. Paris 18.10.1859, gest. 04.01.1941, frz. Philosoph poln.-engl. Herkunft. Vertreter einer spiritualisti- schen Lebensphilosophie. Die Grundbegriffe sind: der Begriff der subjektiven, unwiederholbaren, kontinuierlichen Zeit, der ›Dauer‹ (durée) und des zweckgerichteten ›Lebenstriebs‹ (élan vital). Erhielt 1927 den Nobelpreis für Literatur . Werke: Materie und Gedächtnis (1896), Schöpfer. Entwicklung (1907).
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