Die Santiner
- 77 - Denkens anbelangt, voraus. Man muß immer einen Schritt weiter denken, doch das können nur sehr wenige. Wer das tut, der nimmt auch Rücksicht. Die Fülle eines übernommenen Wissens ist noch lange kein Maßstab für eine Intelligenz. Der Durchschnittsmensch läßt sich aber durch ein eingepauktes, akademisches Wissen in dieser Hinsicht bluffen. Ein Sprichwort sagt: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten!" Davon machen die Führer einer Menschheit keine Ausnahme. Wir Santiner haben uns schon oft gewundert, daß nicht noch Schlimmeres passiert ist. Gründe gibt es genug. Frage: Da ihr in religiösen und philosophischen Belangen sehr gut orientiert seid, fragen wir, ob Gott Seine Gesetze abändern oder aufheben kann? A. S.: Der Große Geist kann bestehende Gesetze allmählich abändern, wenn es notwendig wird. Auch Gott hat einmal bescheiden angefangen. Eine Abänderung, sagen wir eine Mutation , kann sich zuerst gefährlich auswirken. Eine radikale Abänderung käme einer kosmischen Katastrophe gleich. Darum warne ich auch alle Führer und Reformer auf dieser Terra vor radikalen Maßnahmen, da sie ebenfalls chaotische Wirkungen haben können. Änderungen sollten nur allmählich , das heißt, stufenweise durchgeführt werden. Wenn das Alte plötzlich stürzt, muß ja ganz von vorn angefangen werden. Das bedeutet ebenfalls einen Rückschritt. Frage: Du sagtest einmal, daß unlängst eine Universität in Amerika behauptet, daß man mit einem außerirdischen Besuch erst in 10.000 Jahren zu rechnen habe. Woher nehmen diese Wissen- schaftler die Dreistigkeit, solche Behauptungen aufzustellen? A. S.: Es liegt selbstverständlich in der Natur, daß Lügen unlogisch sind. Die durchschnittliche Weltbevölkerung ist nicht fähig, über diesen Unsinn logisch nachzudenken. Der geistige Rückstand auf dieser Terra ist leider viel größer als man ahnt. Diese Rückständigkeit ermög- licht überhaupt die naturwidrige Kriegsführung. Diese Erde wurde schon vor 10.000 Jahren von Außerirdischen besucht, allerdings nicht von uns Santinern . Der Erdenmensch hat keine Vorstellung von den Entwicklungsstufen auf vielen anderen Planeten. Man weiß kaum etwas über die Schwerkraftverhältnisse und über die Fortbewe- gungsmöglichkeiten. Die Wissenschaftler haben Grenzen und Maßstäbe festgelegt , mit denen sie denken und arbeiten, doch sie ahnen nicht, daß diese Maßstäbe und Grenzen nur einen Zentimeter auf einem Metermaß ausmachen. Frage: Du sagtest, daß sich Gott ebenfalls in einer Evolution befindet. Die Kirchen machen sich darüber überhaupt keine Gedanken, da sie der Meinung sind, daß Gott so allmächtig und voll- kommen ist, daß Er keine Entwicklung mehr nötig hat? A. S.: Wenn Gott der intelligenten Schöpfung nicht den freien Willen gelassen hätte, so würde Seine gesamte Schöpfung nur eine roboterähnliche Existenz aufweisen. Durch die Freiheit, die dem Menschen überlassen ist, gestaltet der Mensch die bestehende Schöpfung weiter. Er baut sie aus. Aber Gott hält sich zurück und schaut zu . Wenn jedoch ein Zeitpunkt auftritt, der seine Schöpfung zu vernichten droht, dann wird Er sich nicht mehr zurückhalten. Da sich Gott reserviert verhält, glaubt die Erdenmenschheit, daß der Freiheit ihres Handelns überhaupt keine Grenzen gesetzt sind. Das ist ein Irrtum! - den viele einmal zu bereuen haben. Gott ist selbstverständlich daran interessiert, daß immer etwas Neues und Besseres entsteht. Wenn es gut ist, findet es Seine Unterstützung. Aber der Mensch rechnet nur mit kleinen Maß- stäben. Er hat für alles keine Geduld und will sofort Resultate sehen. Demgegenüber hat Gott Äonen zur Verfügung. Die Schöpfung ist noch lange nicht zu Ende. Die Menschheit ist Sein "verlängerter Arm".
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