Die Seelen

- 13 - Die Unzufriedenheit (Durchgabe aus dem Jahre 1973) Wohlan, es ist nicht einfach, mit den Mitmenschen auszukommen, weil die Charaktere so verschieden sind. Natürlich führt das zu Streitigkeiten, die schließlich in blutigen Kriegen ihren Höhepunkt errei- chen. Woran mag das liegen, daß sich die Menschen so schlecht verstehen ? Das wirkliche Übel, aus dem so viele Mißverständnisse herrühren, ist die Unzufriedenheit. Der Wider- sacher GOTTES kam zu Fall, weil er unzufrieden wurde, bis diese negativen Eigenschaften dann zum Haß führten. Da auch der Mensch hauptsächlich von seinen Gefühlen geleitet wird, fällt er ebenso, wie der Widersacher , den negativen Gefühlen zum Opfer. • Wenn der Erdenmensch einigermaßen friedlich leben will, muß er sich vor allen Dingen vor seiner Unzufriedenheit in acht nehmen, denn die Unzufriedenheit ist der Ausgangspunkt für viele, viele andere Gefühle, die den Menschen unglücklich machen. Auch in der Politik ist es hauptsächlich die Unzufriedenheit, die fast alle Menschheitsführer gegenei- nander aufhetzt und zu negativen Entschlüssen zwingt. Die Menschheit auf dieser Erde könnte viel gesünder sein, wenn die Unzufriedenheit nicht so stark im Vordergrund stehen würde. Viele psycho- somatische Krankheiten hängen damit zusammen. Ja, ich kann euch sagen, daß die gefährliche Unzufriedenheit einen Menschen nach und nach töten kann! Ihr werdet begreifen, wenn ich behaupte, daß die Unzufriedenheit den Antrieb für viele Verbrechen gibt. Diese Eigenschaft negativer Gefühle führt mitunter zum Mord, von den Kriegen will ich gar nicht sprechen. Mit einem Wort gesagt: • Die Unzufriedenheit ist dämonisch! Wie aber kann man dieses Übel beseitigen? Man muß zufrieden werden! Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, auf welche Art man zufrieden wird? Die echte Wahrheit über die Existenz des Menschen ist schon ein Mittel zur Zufriedenheit. Es gibt keinen Tod für das innere Ich des Menschen; darüber sollte sich der Mensch keine Sorgen machen. Das rücksichtslose , oft sinnlose Verlangen nach Besitz ist ebenfalls eine Vorstufe zur Unzufriedenheit. Auf alle Fälle erstickt sie jede Freude - und ohne Freude wird der Mensch tief unglücklich und seelisch krank, so entsetzlich krank, daß sich mancher das Leben nimmt. Wenn auf dieser Welt ein Frieden allgemein oder in einer kleinen Gemeinschaft zustande kommen soll, so muß danach getrachtet werden, die Menschen zufriedener zu machen. Die Liebe wird zum Haß, wenn die Unzufriedenheit es will. Das ist dem Widersacher recht und ganz nach seinen Wün- schen, und er trachtet darum mit allen Mitteln danach, daß die Menschheit noch unzufriedener wird als sie schon ist. Wie ungeheuer heilsam dagegen ist doch die Liebe, wenn sie richtig verstanden wird. Ein zufriedener Mensch strahlt Sympathie und Freude aus, weil er keinen Neid kennt, keine Eifersucht, keine unlogi- schen oder negativen Wünsche - und deshalb zufrieden ist. Aus diesem Grunde entwickelt er in sich die göttlichen Kräfte , die ihn gesund halten und das Leben für ihn schön machen. Was nützt euch ein großer Besitz, wenn ihr nicht zufrieden seid? Man kann auch ohne großen Besitz zufrieden sein, wenn man GOTT und Seine großartige Schöpfung richtig erkennt und sich anpaßt. Die Unzufriedenheit jeglicher Art ist ein sehr gefährliches Übel, vor dem nicht genug gewarnt werden kann!

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