Die Seelen
- 18 - Die Angst ist eine Krankheit (Durchgabe aus dem Jahre 1963) Wohlan, fast jeder Mensch auf Erden weiß, daß das Leben bedeutende Schwierigkeiten und Probleme aufweist. Es fehlt an einer richtigen Erkenntnis , und darum wird das Leben und die Existenz der gan- zen Menschheit falsch gesteuert. Nehmen wir an, daß die Menschheit viel besser um den Zweck des Daseins Bescheid wüßte. Nehmen wir an, daß der Mensch viel besser über sich selbst Bescheid wüßte. Mit dieser Erkenntnis müßte er sich darüber klar werden, daß sein Denken, Tun und Planen zumeist völlig negative Wege wählt. Diese Welt, wie sie heute ist , flößt dem Menschen von allen Seiten Angst ein. Er fürchtet um seine Existenz, um seine Gesundheit und um sein Leben. Noch mehr aber fürchtet sich der Mensch vor dem Tode, den er für eine ewige Dunkelheit und Bewußtlosigkeit hält, ganz gleich, ob die Welt darum weiterbesteht oder nicht. Die Angst ist jedoch eine Krankheit . Man kann sie sogar nachweisen. Angst ist ein seelischer Zustand . Eine Erregung, die auf das Nervensystem des materiellen Körpers übergreift. Angst kann augenblick- lich den Blutdruck und die Blutzirkulation verändern. Der Mensch bekommt einen roten Kopf oder er erblaßt. Herzklopfen, Ohnmachten und andere schwere Symptome treten augenblicklich auf. Ja, die Angst kann sogar töten! Schon ein schlechtes Gewissen genügt, um eine solche Angst hervorzurufen. Wir sehen also, daß die Angst ein seelisches Gift darstellt, das gefährlicher wirkt als man annimmt. Angst ist so gefährlich, daß sie augenblicklich zu einer völligen Darmentleerung führen kann. In welchen Angstzuständen muß jedoch eine ganze Menschheit ihr Leben zubringen? Es sind tausende von Ängsten, in denen der Mensch auf dieser Erde leben muß. Doch die meisten Ängste brauchen nicht zu sein. Sie entstehen aus der Unkenntnis über das menschliche Leben, über den Tod und über den Zustand, der nach dem Tode folgt. • Die Beseitigung der vielen Quellen der Angst ist eine medizinische Aufgabe von allerhöchster Bedeutung ; sie überragt weit die Bekämpfung des Krebses oder der Herzinfarkte, denn diese Krankheiten werden durch die Angstzustände gefährlich unterstützt . Zur allgemeinen Hebung der Volksgesundheit ist die Angstbekämpfung unerläßlich. Wenn viele ge- fährliche Krankheiten laufend zunehmen, so tragen die vielen Lebensängste dazu bei. Schon allein die politischen Situationen stellen einen Krankheitsherd dar, wie man ihn sich noch nicht vorgestellt hat. Millionen Menschen siechen dahin, weil die politischen Zustände Ängste und Disharmonien erzeugen, die von der erkrankten Seele aus auf den ganzen materiellen Körper übergreifen. • Die internationale Volkshygiene müßte darauf bedacht sein, möglichst jede Angst zu bekämp- fen! Doch was tun in dieser Hinsicht die Publikationsmedien ? Sie schüren das Feuer der Angst, statt es zu löschen! Von allen Ängsten ist die Ungewißheit über den menschlichen Tod die ärgste . Diese Angst kann durch keine Kirchenreligion beseitigt werden. Selbst der christliche Glaube ist nicht dazu geeignet, diese Angst zu beseitigen, denn er bringt nichts über das Leben nach dem Tode, dafür aber eine völlig falsche Darstellung von der Auferstehung der menschlichen Seele. Eigentlich müßte die Medizin für diese Angstkrankheiten zuständig sein. Aber weit gefehlt. Eine bloße Medikamentenbehandlung der Symptome genügt leider nicht. Die Medizin erhöht im Gegenteil diese Angst dadurch, daß sie von der menschlichen Seele, von der unsterblichen Seele kaum etwas wissen will. Sie stößt die Menschen noch tiefer in die Krankheit hinein, als ihnen aus dieser herauszu- helfen.
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