Die Seelen

- 24 - Mit Blindheit geschlagen (Durchgabe aus dem Jahre 1958) Wenn der auf dem Erdenplan lebende Mensch nachdenkt, dann denkt er an seine Existenz, d. h. an seine Einkünfte , an Essen und Trinken und an die Fortpflanzung und an das Vergnügen . Doch sehr wenig, ja äußerst selten denkt der Mensch über sich selbst nach. Wo kommt er her? Wo geht er hin? Was ist seine Aufgabe? Das alles ist ihm ziemlich fremd. Der Mensch glaubt, daß seine Aufgabe nur darin besteht, die Art zu erhalten und sie gleicherweise zu vernichten. Doch habt ihr schon einmal über eure Sinne nachgedacht? Ich finde es immer wieder bestätigt, daß der Mensch erst dann über seine Sinne nachdenkt, wenn einer dieser Sinne erkrankt oder ausfällt. Dann erst begreift er, wie wichtig solche Sinne sind, um die Welt zu begreifen. Ganz besonders schlimm ist es, wenn jemand beide Augen verliert oder gänzlich erblin- det. Ohne eine jenseitige, verstärkte Führung durch bewährte Schutzpatrone wäre ein solcher Mensch glatt verloren. Aber es gibt noch viel Wichtigeres: Die meisten Blinden sind in dem Irrtum , daß ihre Blindheit ein Dauerzustand ist, der ihnen nie wieder das Licht gibt. Dieser Irrtum ist ganz besonders entsetzlich, denn kein gesunder Mensch kann sich die seelische Folter ausmalen, die dieser Zustand bewirkt. Diese Menschen sind nicht allein blind, sie sind obendrein noch mit einer geistigen Blindheit geschlagen. Ein total erblindeter Mensch befindet sich gewissermaßen in einem fleischlichen Gehäuse, dessen Fenster kein Licht mehr durchlassen, er kann mit seiner Seele nicht mehr hindurchschauen. Das Licht ist materiell , und diese Lichtschwingungen gelangen nicht mehr zum Hirn und können durch das Hirn nicht mehr an die Seele weitergeleitet werden, wo sie in geistige Schwingungen umgewandelt werden. Ein Mensch kann ein Leben lang blind sein, er kann blind geboren sein, doch wenige Stunden nach seinem Ableben, d. h. nach seinem Austritt aus dem fleischlichen Körper, ist er sehend und erkennt alles haarscharf, wenn nicht ein kleines "wenn" dabei wäre... Dieses "wenn" betrifft wiederum die geistige Blindheit , die noch schlimmer ist, als eine optisch-organische Blindheit des Augapfels. Wenn nämlich der Blinde ein Bösewicht war, ein Gottloser , ein liebloser Mensch, so war er neben seiner körperlichen Blindheit auch ein geistig Blinder, und diese geistige Blindheit nimmt er leider nach GOTTES Gesetz mit in das große Reich des geistigen Lebens hinüber. Doch in diesem Reich kann er einmal sehend werden, wenn er sich bemüht, doch dauert es ziemlich lange. In den meisten Fällen fällt gewöhnlich eine Reinkarnation dazwischen, also eine Wiedergeburt. Wenn aber ein Blinder ein liebevoller, sanftmütiger und gottgläubiger Mensch war, der sein auferleg- tes Leid in Geduld und ohne Haß ertrug, der war im Erdenleben geistig erweckt und nimmt diese Erleuchtung mit in die andere Welt hinüber. Dieser Blinde wird augenblicklich von seiner Blindheit nach GOTTES Gesetz befreit, und er genießt die ganze Schönheit der diesseitigen und jenseitigen Schöpfung. Dies ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, so unendlich wichtig, daß alle erblindeten Menschen es wissen müßten! Doch keine Blindenschule auf dieser Welt befaßt sich mit dieser Tatsa- che. Die christliche Kirche versagt auch hier und lehrt einen "Seelenschlaf" , den es nicht gibt. • Hilf dem Blinden durch geistige Erkenntnisse! Es ist wichtig, den wahren Spiritualismus zu lehren.

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