Die Seelen
- 9 - Wahre Glückseligkeit im Himmel und auf Erden (Durchgabe aus dem Jahre 1957) Die Heilige Schrift lehrt euch, daß der Himmel ein Paradies ist. Christenmenschen möchten gern ein- mal in das Paradies GOTTES aufgenommen werden -, sie möchten in den Himmel. Doch leider sagt die Heilige Schrift nur sehr wenig über den Himmel aus. Darum haben die Erdenmenschen nur eine sehr schwache Vorstellung vom Himmel. Nun, ich will euch heute einmal berichten, wie dieser GOTTESHIMMEL wirklich beschaffen ist. Der Himmel ist zwar ein Paradies von unvorstellbarer Pracht und Schönheit, aber der Himmel ist kein Platz der Ruhe, des Nichtstuns oder irgendeiner Schlemmerei. Der Himmel ist pausenlos in höchster Tätigkeit, ein Ort unvorstellbaren Fleißes, größter Verantwortung und die höchste Befehlsstelle im ganzen Universum. Wie falsch sind eure Worte auf den Grabsteinen: "Hier ruht in Gott" - oder: "Hier schläft ewig..." • Im Himmel schläft man nicht! Untätigkeit widerspricht dem göttlichen Prinzip. Wer untätig ist, der ist faul, und die Faulheit gehört zu den Sphären der Finsternis . Ich will es euch ganz genau beschreiben: Auch Millionäre sind unzufrieden! Du kannst tun, was du willst und wirst dabei immer unzufrieden sein, wenn du GOTT nicht dabei dienst . Ob du im schönsten Paradies bist oder die leckersten Speisen ißt, ob du den besten Wein trinkst oder ob du ewig lachst - ganz gleich was du tust, selbst wenn du ewig ruhst, du wirst nichts auf die Dauer tun können, ohne daß du es einmal über hast. Es gibt keine Leidenschaft, kein Laster, keine Tätigkeit, keine Sinneswahr- nehmung, die du im Übergenuß nicht so satt bekommst, daß es dich eines Tages anekelt . Dann aber kommt die Langeweile, die Trostlosigkeit, das Siechtum und die Verzweiflung. Wie also stellst du dir das Paradies vor? Auch im Paradies hält es keine Seele ewig, ja nicht einmal allzulange aus. Mit einem Wort, es gibt auch dort keine wahre Glückseligkeit, sie ist nur von begrenzter Dauer. Wie aber kommt der gute Christ zur wahren Glückseligkeit, die einen ewigen Bestand hat? Der Mensch, d. h. die Seele des Menschen, stammt aus dem GEIST GOTTES. Unser Schöpfer, den wir GOTT nennen, ist das EWIGE TÄTIGKEITSPRINZIP. Auch der Tätigkeitsdrang des Menschen ist ein göttliches Erbe , und nur durch die unermüdliche Tätigkeit kann der Mensch glücklich und zufrieden werden. Hierzu bieten sich - ganz gleich, ob im Himmel oder auf irgendeiner Erde - unendlich viele Möglich- keiten an. Der Mensch muß etwas Gutes tun , sonst findet er keine echte Zufriedenheit. Entweder er hilft beim Aufbau und beim Fortschritt des göttlichen Weltenplanes, oder er hilft seinem Nächsten, seinem Bruder, seiner Schwester oder einer stummen Kreatur. Diese Aufgaben sind so vielseitig, daß er nie zum Stillstand kommt. Jede gute Tat, jedes positive Wirken zur Freude GOTTES und Seiner Engel hat unausbleiblich einen schönen Lohn zur Folge, nämlich den Lohn der Zufriedenheit. • Das positive Wirken im Gesamtkreis der universellen Schöpfung ist die einzig mögliche Form, die zur wahren Glückseligkeit führt. Im Himmel gibt es eine Schule, einen Elementarunterricht , der alle Seelen allmählich zu der Erkennt- nis hinführt, daß sie GOTTES Helfer sein müssen, wenn sie nicht totunglücklich werden wollen. Wer aber dem Bösen seine von GOTT erhaltenen Kräfte, seine Ausdauer und seine Mitarbeit zur Verfü- gung stellt, der findet keine Zufriedenheit, kein wahres Glücksgefühl, keinen Lohn, keine Anerken- nung von bleibendem Wert. Jene werden immer wieder unzufrieden, unglücklich, gelangweilt, disharmonisch, aufsässig und verfallen in geistige Umnachtung. Sie werden krank und siechen dahin, im Himmel und auch auf Erden.
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