Die große Begegnung
- 10 - Es gibt kein Unterbewußtsein Bevor ich mit der eigentlichen Schilderung der übersinnlichen Vorgänge beginne, möchte ich noch ganz besonders betonen, daß es kein "Unterbewußtsein" gibt. Ich weiß, daß diese Feststellung von vielen Psychologen abgelehnt wird. Meine persönliche Erfahrung auf diesem Gebiet reicht jedoch weit über jede Feststellung der bisherigen Psychologie hinaus. Außerdem wurde gerade in dieser Hinsicht jede in meinem Wissen befindliche Lücke durch Verbalinspiration ersetzt. Nach diesen Erfahrungen rein praktischer Art gibt es kein Unterbewußtsein, sondern einen sogenann- ten eigenen Seelenkosmos . Das Denken und jede mögliche Erinnerung der menschlichen Seele ist keine Hirntätigkeit, sondern eine kosmische Angelegenheit außerhalb des Hirns, und alle derartigen Gedanken- und Bewußtseinsschwingungen werden durch einen kosmischen Seelenprozeß von außen her in die Persönlichkeit des Menschen, in sein "Ich", hineingespiegelt , hineinreflektiert. • Mithin kann man sagen, daß der größte und wichtigste Teil der menschlichen Seele bereits im inkarnierten Zustand außerhalb des Körpers ist und nur durch Reflexion über das Hirn mit dem Körper Verbindung hat. • Ein Tod kann dieses Vorhandensein einer bereits bestehenden kosmischen Einheit nicht zerstören, sondern nur die reflektive Verbindung zum Hirn und damit zum materiellen Gesamtorganismus abschneiden . Damit aber entledigt sich die kosmische Seele nur eines Werkzeuges, das eine rein materielle Bestimmung erfüllt hat, ohne dem Bewußtsein oder anderen Sinnen einen Schaden zuzufügen. Die materielle Welt ist für das menschliche Leben eine wahrnehmbare Daseinsform. Außer dieser materiellen Welt gibt es eine geistige Welt , welche eine Daseinsform darstellt, die nur mit unserer Seele, mit unseren rein geistigen Sinnen wahrnehmbar ist, und es gibt nur wenige Ausnahmen, wo eine zarte Berührung zwischen dieser und jener Welt möglich ist. Die geistige Welt, das sog. Astral- reich, das wir mit "Jenseits" bezeichnen, ist aber unendlich viel größer als unser materielles Diesseits. Der Vergleich kann etwa an einem Eisberg gemacht werden, dessen sichtbarer Teil nur ein Achtel von dem ausmacht, was in seiner ganzen Größe vorhanden ist, weil sieben Achtel unter der Wasseroberflä- che liegen. Doch mit unserer Seele erfaßt, ist die geistige Welt , also das Astralreich , ebenso konkret und gegenwärtig wie das materielle Diesseits, ja, sogar noch vielseitiger und intensiver. Wir wissen von gewissen Vorgängen im Leben, daß jene Menschen, welche " Gesichte " haben, das allein Geschaute so wirklich und konkret finden, daß sie nicht begreifen können, warum sie nur allein diese Wahrnehmung machen konnten. Viele dieser Phänomene wandeln im Gewand des Märchens und werden belächelt. Jahrtausendelang wurde an der Wahrheit dieser Erscheinungen gezweifelt , obwohl die gesamte Weltliteratur davon überfüllt ist. Der technische und wissenschaftliche Vorstoß in die Gebiete der unsichtbaren Welt und die Atomfor- schung in Verbindung mit der Schwingungslehre ermöglichen uns heute mehr denn je zuvor, den Astralerscheinungen näherzukommen. Zu diesen Phänomenen gehört aber in erster und wichtigster Linie das Hellhören , das Wahrnehmen übersinnlicher Stimmen , die zu uns sprechen und Aufschluß über ihr Dasein und über ihre Existenzformen geben. Diese Möglichkeit, mit der Anderen Welt in einen ganz engen und aufschlußreichen Kontakt zu kommen, stellt überhaupt im parapsychologischen Sinne die höchste und wirklich nutzbringende Verbindung mit dem Jenseits dar. Sie steht den Offen- barungen am nächsten und übertrifft alle anderen Halluzinationen an Wert. Die Visionen können nur als Begleiterscheinungen in Betracht gezogen werden. Die Wissenschaft spricht in den meisten Fällen von einer Inspiration . Mit dieser Bezeichnung wird leider sorglos umgegangen, denn eine Inspiration kann eine unbewußte Verbindung mit höheren oder niederen Mächten sein, aber sie ist keinesfalls mit einem echten Hellhörphänomen zu vergleichen. Aus diesem Grund hat die Theologie dieses besonders wichtige und auffallende Phänomen als Verbalinspiration bezeichnet, das heißt, daß in diesem Falle ein übersinnliches Diktat aus der Vierten Dimension an das Medium erfolgt.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3