Die große Begegnung
- 101 - Schwierige Beweisführung Meine überaus reichen Erlebnisse und Erfahrungen auf dem okkulten Gebiet ließen meine Gedanken nicht mehr zur Ruhe kommen. Unaufhörlich überlegte ich, wie ich es möglich machen könnte, um meinen Mitmenschen einen eindeutigen Beweis für die Tatsächlichkeit meiner Erlebnisse zu liefern. Gewiß konnte ich viele Menschen überzeugen, aber es waren immer nur jene, welche mit mir in Verbindung standen, denen ich physikalisch oder durch übersinnliche Mitteilungen eine Kette von Beweisen vorführte. Zuweilen war es mir gelungen, auf diese Weise das härteste Eis zu schmelzen und den größten Unglauben zu besiegen. Aber es waren viel zu wenige , die ich überzeugen konnte. Einen Massenerfolg konnte ich nur durch das geschriebene Wort erzielen. Aber das geschriebene Wort wird auch nicht geglaubt. Es ist unsagbar schwer , übersinnliche Erlebnisse und Erscheinungen zu beweisen und zu erklären . Der Unglaube rührt daher, daß die okkulten Vorgänge nicht in die Erfahrungen der Allgemeinheit passen . Es sind seltene Ausnahmen. Ein Mensch, der noch nie in seinem Leben ein Gewitter erlebt hat und der nur mit Menschen Umgang hat, die ein Gewitter ebensowenig kennen, wird daran zweifeln, ob es überhaupt ein Gewitter gibt, um so mehr, wenn es von allen anderen Menschen und sogar von Wissenschaftlern abgestritten wird. So sieht es mit den übersinnlichen Phänomenen aus. Sie stehen zwar in der Heiligen Schrift, aber uns fehlen die Beweise. Und dennoch gilt heute genau dasselbe , wie vor drei- oder viertausend Jahren: • Die Andere Welt ist an unserer Welt sehr stark interessiert. Unsere Welt wird von Drüben geleitet oder von Drüben verführt . Es gibt eine Anzahl von Menschen, die mit der Anderen Welt eine gute Verständigung pflegen können, doch alle guten Mitteilungen, die von Drüben kommen, werden zumeist verspottet und ausgelacht , weil es nicht in die Absichten , noch in den Charakter der Menschen paßt -, weil man sich ändern müßte . Darum sehe ich sehr schwarz, denn es gibt nur sehr wenige aufgeschlossene Menschen, die sich ernstlich mit einer höheren Gedankenwelt und Geistesentwicklung befassen. Sie werden einmal Führer sein, Lichtboten oder Lichtträger . - Andere Seelen werden durch die Schleusen der Reinkarna- tion gehen müssen. - Wieder andere werden sich als "Schlamm" in die Tiefe senken, in eine unvor- stellbare Finsternis und Verwirrung. Ich haßte den Ungeist . - Ich haßte den ... Wir hatten miteinander gestritten. Doch der Engel , mein Lichtbote , kam zu mir und sprach: "Es ist nicht richtig, daß du 'ihn' haßt, denn Gott kennt keinen Haß, nicht einmal gegen 'ihn'. Nur 'er' kennt einen Haß, und zwar gegen Gott. Wenn 'er' einmal zur Einsicht kom- men wird und seine aufrichtige Reue zeigt, dann wird Gott 'ihm' seine Sünden verzeihen und sogar vergessen machen, wie ich es dir gezeigt habe. 21 Niemals kann 'er' zur Ruhe kommen, so lange 'er' Helfer und Helfershelfer hat, die 'ihm' in Scharen immer wieder beistehen, böse zu sein. Ihr seid 'seine' Helfer und Helfershelfer für 'seine' Untaten. Doch ihr solltet 'seine' Helfer und Helfershelfer sein, 'ihm' wirklich zu helfen, indem ihr einen Samariterdienst an 'ihm' vollbringt: gebt 'ihm' keine Gelegenheit mehr, 'seine' Untaten auszuführen. Verweigert den Dienst, verzichtet auf 'seine' Hilfe und glaubt nicht an 'seine' Versprechungen." 21 Siehe dazu das Gleichnis vom "Verlorenen Sohn".
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