Die große Begegnung

- 106 - LICHTBOTEN bringen die geistigen Lehren (3) (Durchgabe aus den Sphären des Lichtes) Wenn auch die Unterhaltungen mit den vielen Jenseitigen mir viele Aufschlüsse erbrachten, so waren die Gespräche mit den Lichtboten doch ganz anderer Art : diese Mitteilungen waren ausgesprochen religiös und philosophisch . Es war immer eine Freude, mit einem solchen Engel zu sprechen. Aus meinen vielen Aufzeichnungen, die ich damals gemacht habe, will ich noch folgende Gespräche wiedergeben: "Gott zum Gruß! Die Allmacht läßt jeden Augenblick ein Wunder geschehen: in der Kirche, in der Chemie, in der Physik, in der Medizin und im täglichen Leben. Doch der Mensch ist ungläubig, denn er glaubt irrtümlich nur an seinen überragenden Geist und nicht an sogenannte Wunder, denn jedes Wunder will er auf eine natürliche Weise, das heißt mit seinen Erkenntnissen klären. Alles, was unerklärbar ist, wird dem 'Zufall' zugeschrieben. Doch wehe, wenn ein Wunder etwas Unnatürliches ist. Unnatürliches läßt sich nicht natürlich erklären. Doch die Menschen würden dieses Wunder klar erkennen und in Ehrfurcht bestaunen, wenn sie sich erst einmal klarmachen würden, daß sie nicht allwissend sind und daß ihnen vor allen Dingen das Wissen um die Allmacht fehlt . Dieses fehlende Wissen kann nur durch den Glauben ersetzt werden. Doch der Glaube ist die Erfahrung einiger Aus- erwählter, nämlich: die Möglichkeit einer Verbindung mit der höheren Daseinssphäre. Die Macht der bösen Eingebung hindert jedoch die klare Beurteilung in diesen Dingen und die unheimliche schlechte Intuition versucht mit unzähligen Verdrehungen und Ausreden, eine andere Erklärung recht glaubhaft zu machen. Die Religion ist gespalten und ihr seid im Zweifel, welcher Religion ihr den Vorzug geben sollt. Ihr wollt wissen, welcher Glaube der allein seligmachende ist. Es gibt nur einen richtigen wahrhaften Glauben, er heißt: Gott. Es gibt viele Wege, die zu Gott führen: doch alle Wege beginnen im eigenen Herzen. Jeder Mensch hat von Gott Herz und Verstand bekommen, und jeder Verstand ist wie ein Edelstein, wenn er ihn bei einem Meister schleifen läßt. Jeder Verstand ist wie ein Edel- stein, aber nicht gleich als solcher zu erkennen, sondern er muß erst geschliffen werden, um seinen Glanz zu bekommen, damit er strahlen kann. Diesen Schliff besorgt das Leben, aber nur, wenn man sich vertrauensvoll an einen Meister wendet, der das Schleifen rich- tig besorgt. Und dieser Meister heißt: Jesus Christus. Der Schöpfer hat den Stein geschaffen und auch seine Fassung. Aber Christus ist der Meister, der ihn schleifen kann, wenn wir zu ihm kommen und ihn darum bitten. Er tut es für uns gerne. - Was nützen alle Wissenschaften der Welt, wenn wir eine einzige Lehre nicht begreifen, die die wichtigste von allen ist und ohne die wir alle anderen falsch verstehen. Für den Meister gibt es keinen Stellvertreter. Aber es gibt einen Meister mit vielen, vielen Gesellen und Lehrlingen, die alle nach der Lehre und Erfahrung des Großen Meisters schleifen, je nachdem sie Talent und Liebe zu ihrer Arbeit haben. es hat keine Bedeutung, ob der Stein in dieser oder jener Werkstatt, bei diesem oder bei jenem Schleifer in Arbeit genommen wird. Entscheidend ist: daß der Stein so geschliffen wird, daß er ihm gefällt. und wenn er wirklich sehr schön geschliffen ist, wird er ihm eine dazu passende, edle Fassung geben. Gott zum Gruß!"

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