Die große Begegnung
- 11 - Die göttliche Verbalinspiration benutzt ein dazu geeignetes Medium, das in diesem Falle durch die Möglichkeit der geistigen Aussprache zum Propheten geschult wird, wie es im Buche Daniel des Alten Testaments beschrieben ist. Der Prophet studiert keine Theologie , sondern wird durch den Heiligen Geist , d. h. durch Gottes Organisation , in die Schule genommen und belehrt . Dieser Beleh- rung, die über allen pädagogischen Möglichkeiten steht, die wir auf Erden besitzen, ist deshalb auch der größte Wert beizumessen und diese aus dem All gegebenen Darlegungen und Lehren sind durch keine menschliche Vernunft zu widerlegen oder zu übertrumpfen. Wenn ein Dichter oder ein Künstler, ein Wissenschaftler oder ein Herrscher genial ist, so sagt man recht einfach, daß er inspiriert war. Wir machen uns über diese Inspiration keine großen Gedanken. Wir verstehen unter dieser Inspiration den plötzlichen Einfall guter oder genialer Gedanken. Der Inspirierte hat eben gut überlegt und ihm kamen gute Ideen oder plötzliche Gedanken zu Hilfe. Natürlich gibt es eine derartige unbewußte Inspiration, aber sie ist dann völlig unkontrollierbar . Der geniale Gedanke konnte ebensogut vom angeblich Inspirierten selbst produziert sein - wer weiß. Auch die Psychiatrie und die Parapsychologie haben von der Inspiration bisher kaum eine andere Vorstellung gehabt, als das ungewöhnliche Gedankengänge aus der Tiefe des Unterbewußtseins auftauchen und dem Denker bewußt werden. Diese Art der Inspiration vermutet man bei allen Künst- lern und Geistesarbeitern. Eine derartige, unkontrollierbare, unbewußte Inspiration ist aber keine Offenbarung, keine Verbalinspiration und auch kein Hellhören und trifft auch keinesfalls auf die biblischen Propheten und Apostel zu. Inspiration hat nichts mit einer Intuition zu tun, sie ist ein kaum faßbares, übersinnliches Wunder von großer Gewalt. Die echte Inspiration ist eine Art Wachtrance , ein Zustand, der die denkende Seele des Menschen befähigt, eine bewußte Telepathie mit der für uns unsichtbaren Welt aufzunehmen. Aus diesem Jenseits erfolgt dann eine klar verständliche Verbindung mit dem auserwählten Medium. Dieser Inspirierte nimmt deutlich gesprochene Diktate auf, um sie dann an seine Mitmenschen weiter- zuleiten. Derartige Phänomene sind für den Alltagsmenschen kaum vorstellbar und auch sehr schwer zu erklären. Die Folge ist, daß sogar erfahrene Psychologen an dieser Tatsache zweifeln und sie für einen krankhaften Zustand halten, den man mit "Bewußtseinsspaltung" bezeichnet hat. 2 Das inspirierte Diktat ist nicht an eine bestimmte Sprache gebunden. Der Inspirierte kann bei einer Verbalinspiration das gehörte Diktat , das er suggestiv aufnimmt, in jeder möglichen Sprache unserer Erde aufnehmen, ja, selbst in einem Zustand absoluter Unkenntnis dieser empfangenen Sprache. Es kommt sogar vor, daß eine derartige übersinnliche Mitteilung in uralten , längst vergessenen Dialekten erfolgt. Die echte Inspiration ist klar und deutlich und erfolgt in den meisten Fällen in einer Weltspra- che. Hierüber berichtet auch die Apostelgeschichte 2, 4: "Und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an zu predigen mit anderen Zungen , 3 nachdem der Geist ihnen gab auszusprechen." Wir finden dieses Phänomen auch heute noch in vielen Fällen bei Trancemedien und Somnambulen . In Wirklichkeit gibt es überhaupt nur drei große Dinge, d. h. drei große Erkenntnisse, welche uns auf Erden auf den richtigen Weg bringen können: 1. Die Gewißheit, daß unser geistiges Wahrnehmungs- und Innenleben unsterblich ist. 2. Die Gewißheit, daß Gott als eine lebendige, denkende und handelnde und vernünftige Macht und Persönlichkeit uns wirklich liebt. 3. Die Gewißheit, daß wir durch die großen übersinnlichen Mächte geführt und geleitet werden. 2 Weil ich die persönlichen Erfahrungen in dieser Weise gemacht habe, sehe ich es als meine Aufgabe an, auf jede Einzelheit hinzuweisen, die als Beweis eines echten Jenseitskontaktes gelten kann. 3 Hinweis auf Trancesprechen.
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