Die große Begegnung
- 27 - Mein Erlebnis in der Lindenkirche Als ich gegen Abend in die besagte Kirche ging, nahm ich meine Tochter mit, die ein Jahr zuvor konfirmiert worden war, aber noch nicht am Abendmahl teilgenommen hatte. Auf einmal traute ich meinen eigenen Augen nicht mehr… Der Altar in seiner ganzen Breite begann in einem überirdischen, magischen Licht von herrlicher Leuchtkraft zu strahlen. Ich schloß krampfhaft die Augen, um ganz sicher zu sein, daß ich mich nicht täuschte; doch im selben Augenblick, da ich meine Augen wieder öffnete, erstrahlte der Altar nur noch heller , ja, zuweilen reichten diese goldenen Strahlen bis hoch zu den Wänden hinauf, obwohl nur zwei Altarkerzen brannten. Ich mußte an die Worte denken: Christus wird persönlich in der Kirche sein. Meine Tochter sah indessen dieses Strah- len nicht. Es war auch auffällig, daß ich an allen Gegenständen eine leichte Strahlenaura erkannte, die bei Personen besonders stark ausgeprägt war. Doch gab es viele Unterschiede hinsichtlich der Leucht- kraft. Ich wollte etwas über diese Erscheinung wissen und schrieb mit dem Zeigefinger unter der Kirchenbank. Die Antwort lautete: "Gib gut acht, es wird gleich etwas geschehen..." Nach dieser Ankündigung bat ich meine Tochter, die neben mir stand, sie möge auch darauf achten, denn ich wollte wissen, ob ich mich täuschte oder nicht... Noch verging eine Weile, dann verlosch das Strahlen am Altar schlagartig. Der Pfarrer , es war derselbe, dem ich mein Phänomen erzählt hatte, sprach den Segen aus und machte mit der Hand das Heilige Zeichen in die Luft. Doch da! - Was war das? - Genau im gleichen Rhyth- mus wie der Geistliche das Kreuz zeichnete, knallte es dreimal laut und dumpf in der Kirchenorgel , so, als ob das Holz infolge einer großen Trockenheit zersprungen war. War das Zufall? Was ist überhaupt ein Zufall? Ich habe gelesen, daß in Südfrankreich das tonnenschwere Kreuz einer Basilika geradegebogen wurde , das von einem Sturm umgebrochen war. Tausende von Menschen sollen dieses Phänomen beobachtet haben, als unsichtbare Kräfte diese Last wieder vor aller Augen aufrichteten. Was bedeute- te dagegen schon ein dreimaliges Dröhnen in der Orgel? Ich muß in dieser Niederschrift ehrlich sein, absolut ehrlich, denn es ist weder ein Roman, noch eine Erzählung. Diese Niederschrift ist ein erlebter Tatsachenbericht aus der neuesten Zeit. Als wir die Kirche verließen, stand der Vollmond hoch am Himmel. Ich habe manchmal erfahren müssen, daß der Vollmond es in okkulter Hinsicht in sich hat. Nicht umsonst spricht man auch von den Vollmondverbrechern , die nichts anderes sind als Besessene … Noch nie in meinem Leben habe ich einen derartigen Mond gesehen. Dieser Mond war geradezu ein Phänomen für sich. Vielleicht können es mir die Astronomen bestätigen, denn es geschah im Jahre 1952. Was den merkwürdigen Mond betrifft, so war es diesmal kein Gesicht , denn meine Tochter sah ihn genauso gut wie ich. Er war eine wahre Pracht an Farben , strahlte ganz in Goldorange und war von einer riesigen Aura winziger orangefarbener Wölkchen umgeben . … Nachdem ich den Mond genügend bewundert hatte, ging ich mit meiner Tochter nach Hause.
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