Die große Begegnung

- 3 - Vorwort von H. V. Speer Die Toten schlafen nicht! Sie leben bewußt mitten unter uns weiter... Es gibt Menschen, welche darüber lächeln. Es gibt sogar Menschen, die darüber aus vollem Halse lachen, und es gibt auch sogenannte Gelehrte, die jeden, der solches behauptet, für verrückt erklären oder zumindest für krank. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, daß solche Gelehrte in diesem Fall keine Gelehrten sind, sondern gelehrige Schüler des Teufels - und das sind wir mehr oder weniger alle. Nun, ich will mir die größte Mühe geben zu erklären, in welchen Punkten sich die Menschheit irrt. So wahr mir Gott helfe… Wenn ich von einer "Großen Begegnung" spreche, so meine ich die größte Begegnung, die dem Menschen überhaupt möglich ist, nämlich die Begegnung mit den großartigsten übersinnlichen Gewalten , welche das ganze Weltall regieren, die Begegnung mit Gott und dem Teufel . Einer unserer größten Dichter, Johann Wolfgang von Goethe , hat den "Faust" geschrieben. Es ist ein Werk über Geister , Engel und Dämonen , aber es ist auch ein Werk der menschlichen Phantasie, obgleich dem Inhalt sehr wahrscheinlich eine Wahrheit zugrunde liegen dürfte. Dieses Werk handelt auch von einer "Großen Begegnung", von einer Begegnung zwischen einem Menschen und dem Teufel und der Dichter hat für den Teufel eine Lanze gebrochen. In meiner "Begegnung" bediene ich mich nicht der Phantasie, noch mache ich von dichterischen Einfällen Gebrauch. Diese Niederschrift ist ein ganz natürlicher Tatsachenbericht , obwohl der fausti- sche Mephistopheles auch hier in Erscheinung tritt. Doch seine majestätische Gegenwart ist keine Einbildung, keine Dichtung, keine krankhafte Phantasie oder Bewußtseinsspaltung, sondern eine ungeheuerliche Tatsache, eine Realität von beispielloser Gewalt - jedenfalls in unserem Zeitalter. • Wenn wir diese unkörperliche Intelligenz Luzifers im menschlichen Sinne ableugnen oder vielleicht lächerlich machen, so begehen wir damit einen Fehler, der mehr wiegt, als alles Gold auf der Erde! Goethe sagt in seinem Faust: "Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind." Auch hier handelt es sich um ein Wunder, das ganz unauffällig und doch sehr bedeutsam in Erscheinung getreten ist. Es handelt sich, wie man zu sagen pflegt, um ein Phänomen . Wenn ein solches Phänomen stattfindet und ein göttliches ist, so steht der Teufel bei einem solchen Wunder bereits Pate und sei es auch nur, daß es ihm gelingt, die Meinung der Menschen zu beherrschen. Der Teufel weiß allzugut, wie er einem göttlichen Wunder zu begegnen hat, denn das Wunder muß geglaubt werden, wenn es überhaupt ein Wunder sein soll. Aber der Schwarze Fürst der Erde tut alles, was in seiner Macht steht, damit das Wunder nicht geglaubt wird. Er geht dabei so weit, daß er sich selbst verleugnet , nur um sein diabolisches Ziel zu erreichen.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3