Die große Begegnung
- 56 - Ein Rätsel für den Hausarzt Nun kam wieder der Arzt und trat an mein Bett. Die Engelstimme schwieg... Ich wagte nicht, dem Arzt von meiner übersinnlichen Stimme etwas zu erzählen, denn ich wußte, wie die Ärzte allen okkulten Phänomenen gegenüber eingestellt sind. Ihr Urteil hieß in fast allen derartigen Fällen: "Schizophrenie" - "Bewußtseinsspaltung" - "Halluzination" - "Suggestion" - "Einbildung" oder "unbewußtes Unterbewußtsein". Doch ich kannte die Grenze meiner Phantasie. Ich dachte im allgemeinen sehr real, und ich war überdies sehr neugierig und mißtrauisch. So mißtrauisch, daß ich gegen meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse meinen ganzen Verstand und Scharfsinn aufbringen mußte. Bei aller dieser Selbstkon- trolle kam ich zu keinem anderen Resultat, als mir selbst immer wieder zu bestätigen, daß ich ein wahres Erlebnis hatte, daß es ein echtes Phänomen war. Ich hätte es in die ganze Welt hinausschreien können: Ihr Menschen, glaubt mir , was ich euch zu sagen habe! Heute weiß ich, was die alten Propheten zu leiden gehabt haben. Ihnen erging es nicht viel besser, ja noch viel schlimmer! Auch sie waren von der Echtheit ihrer "Großen Begegnung" voll überzeugt. Niemand konnte ihnen diesen Glauben an das Selbsterlebte rauben, weder Folter noch Feuertod. Und auch viele bedeutende Medien sind lieber in den grausamsten Tod gegangen, als ihre "Großen Begeg- nung" zu widerrufen. Die christliche Religion hat zumindest in einem wichtigen Punkt wirklich recht: Die Bibel ist das Werk einer echten Inspiration, d. h. sie ist aus dem Jenseits zum größten Teil diktiert worden. Doch diese Diktate müssen mit dem ganzen Verstand unter die Lupe genommen werden, weil die dämoni- schen Kräfte sich der gleichen Mittel bedienen und weil sie mit Vorliebe fälschen . Demnach bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß die Bibel tatsächlich gereinigt werden muß. Kein Theologe wird imstande sein, diese Behauptung zu widerlegen oder er müßte ein noch besseres Medium sein und eine noch größere Astralreise erlebt haben oder eine noch bessere Hellhörverbin- dung haben. • Ich habe erlebt und gesehen, daß der innere Mensch nicht stirbt , sondern in einer anderen Form ein anderes Leben in einer Anderen Welt fortsetzt , daß er aber alle seine irdischen Erinnerungen und Erfahrungen in dieses andere Leben mitnimmt . Der Arzt untersuchte mich sehr genau und stellte schließlich fest, daß ich seiner Meinung nach in einem sehr tiefen Scheintod gewesen sein mußte, der alle meine Organe zum vorübergehenden Stillstand gebracht hatte… Alle meine Organe? Ich vergaß ihn zu fragen, ob er auch das Herz meinte. Aufgrund gewisser Ausscheidungen stellte er diese Diagnose, mit der Erklärung, daß derartige Ausscheidungen nur bei Toten vorkommen . Meine Frau wollte, daß ein Hirnspezialist hinzugezogen wird. Aber mein Arzt lehnte dieses Ersuchen ab. Er meinte nur: "Wozu? Ich bin fest davon überzeugt, daß dieses Phänomen echt ist , obwohl ich alle meine bisherigen Anschauungen darüber korrigieren muß." Hierzu muß ich bemerken, daß dieser Arzt, der ein ehemaliger Polizei-Amtsarzt war, noch nach vier Jahren bei dieser Behauptung geblieben ist und daß er bereit ist, diese Tatsache der Wissenschaft gegenüber zu verteidigen.
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