Die große Begegnung
- 71 - Die Unholde stellten mir ein Ultimatum: "Schwöre augenblicklich, daß du kein einziges Wort über deine übersinnlichen Erlebnisse sprichst oder schreibst, dann wollen wir dich in Ruhe lassen. Schwöre bei Gott, daß du dich überhaupt nicht mehr um die Größere Welt kümmerst, auch keinen Spiritismus oder Okkultismus mehr treibst." Bei diesen Worten erkannte ich mit voller Gewißheit, worauf es die Unterwelt abgesehen hatte: Die niederen, zuchtlosen Seelen nahmen Anstoß an meiner Erkenntnis über Dinge, die sie der Menschheit lieber verbergen möchten. Ich erkannte, daß der Spiritismus oder das ganze Gebiet der Parapsychologie zur religiösen Wahrheitsquelle gehört und daß diese Erkenntnisquelle abgeschirmt wird, um die Menschheit dumm zu halten. Diese elementare persönliche Erfahrung erbrachte den gültigen Beweis dafür, daß die gesamte Theo- logie der Welt parapsychologischer Natur ist und daß sie im höchsten Sinne spirituell ist. Jeder Mensch auf Erden, der sich gegen diese Möglichkeiten einer übersinnlichen Forschung stellt, ist in meinen Augen ein Werkzeug des Teufels , selbst dann noch, wenn er persönlich die allerbesten Absich- ten hat, denn der Satan nutzt die Unwissenheit für seine niederen Zwecke aus. Mir wurde mit aller Deutlichkeit klar, warum das ganze hochinteressante und lehrreiche Gebiet der Parapsychologie lächerlich gemacht wird , warum Lug und Betrug vorherrschen, warum es als "Gotteslästerung" ausgelegt wird, warum der alleräußerste Unglaube damit verbunden ist. Die Bibelpropheten waren große Naturtalente auf dem Sektor der Medialität. Sie waren bedeutende Parapsychologen und Okkultisten ersten Ranges. Sie waren die Repräsentanten der wirklichen Philo- sophie, der wirklichen Krone der Wissenschaften. Die gelehrigen Schüler des Teufels , Priester und Schriftgelehrte, steinigten sie zu Tode. Das ist hart geurteilt, aber ich liebe die Wahrheit, so wie die Parapsychologen und Seher des Altertums die Wahrheit geliebt haben - und für sie gestorben sind. Da ich den Vorschlag der Dämonie nicht annahm und mich bereit erklärte, lieber den grauenvollsten Wahnsinnstod zu sterben, als den großen Schöpfer zu verraten, kamen sie mit neuen Versprechungen. Es hatte tatsächlich Ähnlichkeit mit einer Beschreibung, die im Neuen Testament verzeichnet ist: "Der Teufel führte Christus auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Herrlichkeit. Er versprach ihm alle Schätze der Welt, wenn er den Teufel anbetet." Nun, der neue Vorschlag war ähnlich: "Lieber Herbert, sei nicht eigensinnig und dumm. Wir sind stärker als du in deiner Un- wissenheit annimmst. Höre auf uns, denn wir sind die Beherrscher der Erde. Wir haben schon vielen Menschen geholfen, die wirtschaftlich in großer Not waren. Gott ist völlig uninteressiert an deinem Schicksal. Über ihn werden die größten Dummheiten verbreitet. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Du würdest weinen, wenn du die Wahrheit wüßtest. Als Christus diese Wahrheit erkannte, hat er ausgerufen: 'Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.' Also sei nicht stur und nimm unser Angebot an. Du wirst es niemals bereuen, denn wir wollen dir wirklich helfen. Verzichte auf alle deine Absichten, die mit der Veröffentlichung deiner Erfahrungen und Erlebnisse zusammenhängen. Du bist medial genug, um mit uns in einer hervorragenden Weise in Verbindung zu bleiben. Du kannst von uns laufend beraten werden und du kannst dir ja ausrechnen, wie gut du bei solchen Ratschlägen fährst. Wir machen dich ungeheuer reich, wenn du alles das tust, was wir dir sagen. Denke an die vielen Möglich- keiten, an die Lotterien und an die riesigen Summen, die auf dem Fußballtoto stehen.
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