Die große Begegnung
- 8 - Das Bollwerk gegen den Satan Oft hört man die Frage: "Warum geschehen heute nicht solche Wunder, wie zur Zeit Christi?" Hier gibt es nur eine klare Antwort: Diese Wunder geschehen auch heute noch an allen Ecken und Enden in der Welt, aber sie werden abgeleugnet und totgeschwiegen! Nehmen wir einmal ein Beispiel, um zu erklären, wie stark der Unglaube wirksam ist, wenn ein gewaltiges geistiges Phänomen auftritt: Nehmen wir einmal an, daß sich heute die Messias- Offenbarung und Christus abermals als lebendiger Sohn Gottes im menschlichen Fleische unter uns auftritt, um uns zu belehren und viele Wunder zu tun. Wie würde sich die Menschheit, die heute so voller Erkenntnisse ist und eine so hochgeschraubte Entwicklung auf materieller Basis erlebt, zu diesem Ereignis stellen? - Ich glaube, daß es nicht allzu schwer ist, sich die ganze Tragweite eines solchen Geschehens auszudenken. Schon allein die christliche Kirche würde an erster Stelle dazu schreiten, um den allerschlimmsten Bannstrahl auf diesen neuerstandenen Gott loszulassen. Man würde diesen menschlichen Gott, wenn er nicht ein ungeheures Überwesen darstellt, für verrückt erklären und ihn der sündhaftesten Gotteslästerung bezichtigen. Seine Lehren würde man verwerfen und seine Wunder als groben Unfug bestrafen. Wenn das Volk ihm aber in Scharen nachlaufen und Hosianna rufen würde, wäre es sein Ende. Der Staat würde ihn vernichten. Wie aber stellt sich die Menschheit heute zu den Menschen, die Christus durch seine Helfer kontak- tiert, sie belehrt, durch sie persönlich mit ihnen Kontakt aufnimmt, ihnen eine Mission anträgt und sie als Apostel vor sich herschickt, um die Wahrheit zu verkünden? Ein Theologe hat mir auf diese Frage die Antwort gegeben: "Menschen, welche diese Unverschämtheit besitzen, derartiges zu behaupten, denen sollte man eine Tracht Prügel verabreichen und ihnen einen Eimer Wasser über den Kopf gießen." Wenn wir diese Antwort, die absolut wortgetreu wiedergegeben ist, näher untersuchen, so sehen wir, daß es sich hierbei um eine Empörung gegen den persönlichen Kontakt mit Gott oder Christus handelt. Man bezweifelt also genau das, was man mit Überzeugung predigt! Man glaubt den alten Propheten, die vor Jahrtausenden gelebt haben, aber man bezweifelt dieselbe Möglichkeit und Tatsache, wenn sie heute irgendwo auftritt. 1 Der Unterschied besteht nur darin, daß die Propheten früher für ihre Behauptungen gesteinigt worden sind, während heute der Prophet verspottet und verlacht wird, wenn nicht sogar als vom Wahnsinn Verfolgter in einer Anstalt landet. Doch die Schüler der Theologen werden boshaft und benehmen sich in jeder Form unchristlich, wenn man ihren eigenen Behauptungen Zweifel entgegenbringt. • Der Segen und das Heilige Kreuz sind nicht in der Lage, die Dämonie zu bannen . • Der Teufel hält mit zynischem Grinsen einen feierlichen Einzug in jede Kirche, doch er kann diesen Einzug nicht in jedes Herz durchführen. • Der Charakter und der Glaube , mitsamt dem guten Willen eines aufrechten Menschen sind das einzige Bollwerk gegen den Satan . Nichts anderes auf der Welt vermag ihn aufzuhalten! 1 Gott läßt sich nicht den Mund verbieten!
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