Die große Begegnung
- 9 - Die größte Macht neben GOTT Sowohl das Alte Testament als auch das Neue Testament sind Überlieferungen spiritualer, also parapsychologischer Vorgänge. Alle diese Berichte haben das Übersinnliche zum Thema, und der Teufel spielt dabei keine geringe Rolle. Er ist immer und überall anzutreffen, besonders da, wo es sich um göttliche Dinge und Auseinandersetzungen handelt. Es darf uns darum nicht wundern noch schrecken, daß der Satan auch in der Parapsychologie auftritt und sogar eine ganz bedeutende Rolle spielt, denn gerade die Parapsychologie, also die Jenseitsforschung, hat es ihm angetan. Hier wittert er seinen starken Feind , weil diese Wissenschaft ein absolut zuverlässiger Weg zum wahren Glauben und zur höchsten Erkenntnis ist. Der Satan hat schon seit jeher versucht, durch Betrug und Spott am Spiritismus negativ zu wirken. Aus diesem Grunde ist der profane Spiritismus tatsächlich für gewisse Menschen eine große Gefahr, denn die erste Berührung mit den jenseitigen Mächten ist immer eine Begegnung mit der Hölle. Aus diesem Grunde ist auch dieser Tatsachenbericht nicht vom Teufel verschont geblieben. Die "Große Begeg- nung" hat sich auch mit ihm befassen müssen , und es war ein geistiges Ringen auf Leben und Tod mit märchenhafter Unheimlichkeit und grauenvoller, realer Wirklichkeit. Es sei noch darauf hingewiesen, daß alle großen Propheten und Religionsstifter dieses Ringen, diese "Teufelsprobe" bestehen mußten, selbst wenn Jahrhunderte oder Jahrtausende, ja, Länder und Meere dazwischen liegen: • Buddha mußte sich mit " Mara ", dem Bösen herumstreiten. • Zarathustra nannte ihn " Ahra Manyu ". • Der Koran betet: "Und ich bezeuge, daß es ein Paradies gibt und eine Hölle und eine Sirat-Brücke, die der Waage und die des ewigen Glücks, das allen gewährt wird, die nicht zweifeln. Dal ilah allah Mohammed rescul ul Lah!" Unwiderleglich ist die Tatsache, daß der Satan die größte Macht neben Gott und auch die bedeutends- te Intelligenz neben dem Dreieinigen Gott ist. Eine besonders gefährliche Eigenschaft besteht darin, daß er den Menschen beeinflussen kann, indem er suggestiv eine Meinung erzeugt und fast alle Gefühle beherrscht . Auf diese Weise erzeugt er bei geeigneten Menschen die Meinung, daß er nicht existiert und nur ein Fabelwesen der menschlichen Phantasie ist. Und wahrhaftig, hier handelt es sich um eine gefährliche Meinung, denn er nimmt dabei das Etikett von der Giftflasche, um harmlos zu erscheinen und tödlich zu wirken. Was uns Menschen am meisten fehlt , das ist das wirkliche Schauen . Wir müssen lernen, zwischen den Zeilen zu lesen und hinter die Kulissen zu schauen. Wir müssen alle Dinge, die in der Welt erschei- nen, auch alle Erfindungen, Künste und Geistesrichtungen mit einem übersinnlichen Auge betrachten. Wenn wir uns eine Bronzestatue des Erhabenen (Buddha) ansehen, so fällt sofort der dicke Punkt auf seiner Stirn auf, der das übersinnliche Auge darstellen soll. So schaute Buddha alle Dinge der Welt und gleichzeitig weit hinüber in die Andere Welt. Wenn wir dieses geistige Auge - das wir alle besitzen , aber verkümmern ließen - wieder in Gebrauch nehmen und uns bemühen, die Dinge, ja, alle Dinge aus einem anderen Gesichtspunkt, aus einem anderen Auge heraus zu betrachten, dann offenbart sich uns ein großes Geheimnis und unser Verstand wächst mit unheimlicher Kraft . Dieser Verstand ist keineswegs auf materielle Dinge gerichtet, aber er bringt uns trotzdem allen wahrnehmbaren Sachen näher, und wir stehen zu ihnen in einer ganz ande- ren, übergeordneten Beziehung, statt daß wir von der Materie beherrscht werden. Denn es steht geschrieben: "Der Mensch soll sich die Welt untertan machen." Das heißt aber: der Mensch soll über allen irdischen Dingen stehen und nicht zum Sklave der Maschinen und der irdischen Güter werden.
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