Die große Begegnung
- 98 - Merkt euch bitte: • Das Fleisch kann nicht denken, ebensowenig das Hirn, welches mit zum Fleische zählt. Auch ein Astralkörper kann nicht denken, denn er ist das Fleisch der Jenseitigen. • Das Denken und alle sinnlichen Begriffe, die Vernunft und die gesamte geistige Vorstellungskraft ist eine eigene Einheit, die sich in keiner Weise auf eine andere Einheit übertragen läßt. Doch die seelische Einheit kann intuitiv unbewußt oder befehlend bewußt auf die Materie einwirken. Dies um so mehr, wenn die Materie organisch gegliedert ist. Ihr wollt wissen, wie euer Geist, eure Seele arbeitet? - Zunächst befreit euch von der irrigen Ansicht, daß die Vorstellungskraft im Hirn ist. • Das Prinzip der Menschwerdung heißt: Reinkarnation . Gott gibt der Seele eine Gelegenheit zur Besserung. Bevor diese Reinkarnation stattfindet, verjüngt sich die Seele von Tag zu Tag. Dabei ver- liert sie nach und nach alle Erinnerungen, sie wird rückläufig bis zum Säugling. Wenn dieses Stadium erreicht ist, nimmt sie durch ihre Ausstrahlung eine Verbindung mit einem werdenden Organismus auf, und zwar in dem Augenblick, da der Hirnkern des werdenden Menschen für den Anschluß reif ist. Das ist etwa im dritten Monat des Wer- dens. In den weiteren sechs Monaten verzahnt sich das Strahlenbündel mit den einzelnen Kontaktstellen des Körpers, vor allem mit dem Hirn. Zur selben Zeit bildet sich ein neuer Astralkörper, weil sich der alte auflöst. Wenn die Geburt stattfindet, so wird das Kind gleichzeitig in ein kosmisches Strahlenbad geboren. Diese Strahlen stammen aus dem Sonnensystem und geben dem Kind die kosmische Energie zum Leben. Jetzt hat der neue reinkarnierte Mensch noch keinen Seelenkosmos. Er kann sich darum an nichts erinnern, noch etwas begreifen. Der ganze seelische Aufbau des Seelenkosmos geschieht nur durch die Umwelt und Erfahrung. Darum entzieht euch bitte nicht der Fürsorge durch Umwelt und Erfahrung, denn der Erwachsene und Erzieher, wie dessen Umwelt, tragen die ganze Verantwortung für das Kind, für den begnadeten Menschen. Der neue Erdenbürger nimmt Eindrücke auf, ganz gleich, ob mit den Augen, mit den Ohren, mit dem Fühlen usw. Jeder Eindruck besteht aus einem mehr oder weniger zusammengefügten Schwingungssystem, das heißt eine laufende Aussendung von Impul- sen, die sich aneinander anreihen. Derartige Impulse vergehen nicht, sondern bleiben im Seelenkosmos der Seele haften. Die Einordnung der Impulse geschieht gesetzmäßig nach den Ähnlichkeitswerten. Die Ähnlichkeitswerte richten sich nach den Begriffen: alles, was aus Holz ist, alles, was aus Eisen ist, alles was grün ist, alles, was hart ist usw. Mit den Zahlen ist es auch so: 1, 11, 1111, 1122, 3333, 4455 und so fort. Alle Zahlen- begriffe, die sich ähneln, reihen sich im Seelenkosmos an. So ist die Seele imstande, den Erinnerungsvorrat anzupeilen und erhält durch die angereihten Impulse eine Reflexion. Die Impulse des Seelenkosmosvorrats können in unendlicher Folge angepeilt werden. Sie antworten wie die Rückstrahlung eines Lichtstrahles, der auf einen Spiegel fällt. Der Ganze Vorgang heißt: Erinnerung . Die Erinnerung enthält alle Begriffe, die der Mensch durch seine Erfahrungen angesam- melt hat. Sie stehen ihm zur Verfügung und er kann mit ihnen beliebig jonglieren. Doch jeder Gedanke ist eine Kette von Begriffen und Impulsen. Darum ist es unmöglich, einen
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