Gott und sein Widersacher

- 11 - Ohne GOTT? Die Gottlosigkeit (Durchgabe aus dem Jahre 1964 und 1965) Wohlan, der Theologie ist es noch nie gelungen, die Erdenmenschheit religiös zusammenzuhalten. Der Atheismus hat zu allen Zeiten ein mächtiges Wort gesprochen. Doch heute ist der Atheismus ein wich- tiger Teil der Weltpolitik. Eigentlich sollte die Religion von der Weltpolitik ganz ausgenommen sein, aber das ist nicht der Fall, sondern der Atheismus ist ein sehr bedeutender Faktor, um die Völker den politischen Interessen gefügig zu machen. Man versucht den Menschen die Skrupel zu nehmen, um die Maßnahmen der Menschenverführung und Verteidigung widerstandslos durchzuführen. Aus diesem Grunde wird die Gottgläubigkeit in allen Abstufungen für staatsgefährdend angesehen. Würden die großen Religionen nicht eine Macht darstellen, hätte man sie aus diesem Grunde längst liquidiert. Doch eine Religion ist nicht nur das, was die Kirchen lehren. Eine Religion ist viel mehr ein inneres Erkennen im Menschen. Wie der Mensch seinen Standpunkt vertritt, ist eine andere Sache. • Ein Atheist braucht deshalb nicht gottlos zu sein, weil er einer Kirchenlehre nicht vollen Glauben schenkt. • Ein Heide kann trotzdem ein Mensch sein, der einem gläubigen Kirchenanhänger weit voraus ist . Das Wort "Atheismus" ist deshalb nicht zu verallgemeinern! Es besagt nicht , daß es sich um eine völlige Gottlosigkeit handelt. Nur die Vorstellungen von GOTT und Seinem Reich sind oft anders , als es die Kirchen und Sekten lehren. Im Grunde genommen irren ja auch die größten Religionen, auch wenn sie Teilwahrheiten besitzen. Doch das menschliche irdische Denken und das jenseitige Denken sind grundverschieden . Es wird kein Fortschritt erreicht, indem man blindwütig den Atheismus verfolgt. Ebenso ist es unsinnig, die Gottlosigkeit zu verfolgen. • Der einzige Weg, der zu GOTT führt, geht über die Toleranz! Es ist jedoch wichtig, die Wahrheit zu verbreiten , auch dann, wenn sie den bestehenden großen Reli- gionen nicht paßt. Ebenso ist die objektive Wahrheit mit allen Mitteln zu verbreiten, auch da, wo die Wissenschaft mit falschen Erkenntnissen und mit falschen Maßstäben am Werk ist. Das Rezept für die Menschheit lautet: • Die ewige Wahrheit überall zu verbreiten, aber nicht jene Menschen zu verfolgen, die noch anderer Ansicht sind. Nur ein Übermaß an Wahrheit kann die Situation entschei- dend ändern. Urteilt nicht voreilig über den Atheismus, denn er ist oft nicht eine völlige Gottlosigkeit, sondern eine harte Kritik an den bestehenden Religionen. Doch diese müssen auch eine harte Kritik hinnehmen, besonders deshalb, weil sie trotz dieser harten Kritik nicht willens sind, ihre erhärteten Standpunkte aufzugeben, selbst wenn sie ahnen , daß sie nicht richtig sind. Die Religionen haben mehr Fanatiker hervorgebracht, als daß sie gute, gottgläubige Menschen heran- gebildet haben. Selbst die christlichen Religionen haben nicht die Initiative gehabt, den Forschungen und Erfahrungen der Geisteswissenschaftler zu folgen und sich danach auszurichten. Das Geistige Reich macht alle Religionen der Erde dafür verantwortlich, daß die Erdenmenschheit heute noch auf einem Niveau der Unwissenheit in menschlichen Belangen ist. • Erst muß die Unsterblichkeitslehre verbreitet werden, erst dann folgt eine wahre Religion.

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